Alles hat ein Ende…

 

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Nach meinem schweren Unfall im November 2015 war für mich vor allem wichtig, wieder gesund und fit zu werden und beschwerdenfrei Sport zu treiben. Mit viel Physiotherapie, harten Trainings, vielen Schweisstropfen und vor allem sehr viel Geduld, erreichte ich dieses Ziel. Für mich war klar, dass ich nach dem Unfall meine Spitzensportkarriere nicht einfach beenden werde, ohne es noch einmal versucht zu haben. Ich wusste jedoch auch, dass es nicht einfach werden wird und viele Puzzleteile zueinanderpassen müssen, damit ich Erfolge feiern kann. Die, die mich kennen, wissen, dass ich keine halben Sachen mache. Deshalb war für mich klar, entweder setze ich die nächsten vier Jahre nochmals auf die Karte Spitzensport, mit dem Ziel Weltcup und Olympia 2022, oder ich beende meine Spitzensport-Karriere.

Wenn ich in den letzten zwei Jahren gefragt wurde, wie es nun weitergeht nach meinem Unfall, war meine Antwort immer: „Ich werde mein Comeback geben, die Saison fahren und Ende Saison entscheiden, wie es weitergeht!“

Nun ist diese Saison beendet und ich habe mir meine Gedanken gemacht. Im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, dass eben genau diese vielen Puzzleteile nicht mehr zusammenpassen. Ich bin nicht mehr bereit, volles Risiko einzugehen und meinem Körper durch die vielen Stürze und Verletzungen zu schaden. Dieses Risiko braucht es jedoch in unserem Sport, um vorne mitfahren zu können. Diese Zweifel und Ängste führten auch immer wie mehr zu Motivationsverlusten und schlussendlich fehlte mir einfach auch der Spass auf dem Schnee.

Somit bin ich zum Entschluss gekommen, meine aktive Karriere als Snowboardcrosserin zu beenden und einen neuen Weg einzuschlagen. Ich blicke auf eine sehr schöne Zeit zurück und bin sicher, dass mir der Spitzensport sehr viel gegeben hat, was mir auf dem weiteren Weg helfen wird. Ich konnte durch den Sport viele schöne Momente erleben, einige Erfolge feiern, lernte aber auch mit Misserfolgen und Verletzungen umzugehen. Ich traf viele interessante Menschen, bereiste einige schöne Orte und wurde durch diese Erlebnisse zu dem Menschen, den ich heute bin.

Meine Motivation und Energie werde ich weiterhin dem Sport widmen. Ich studiere seit letztem Sommer Sportwissenschaft an der Universität in Bern. Ich freue mich riesig, nun einen 100%-Sportstudent zu sein und bin gespannt auf die weiteren Herausforderungen, die mir dieses Studium bringt. Es kann also gut sein, dass man sich hier und da an einigen Sportanlässen, J+S Kursen, in Magglingen oder natürlich auf dem Schnee antrifft.

Zum Schluss geht ein riesiges DANKESCHÖN an meine Teamkollegen, Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten, Ärzte, Sportpsychologen, Gönner, Sponsoren und vor allem an meine Familie und Freunde für die Unterstützung und die gemeinsame Zeit. Es freut mich sehr, euch alle kennengelernt zu haben. Ein spezieller Dank auch an die Schweizer Sporthilfe, die mich die letzten Jahre finanziell unterstützt hat!

Liebi Grüess

Eui Steffi 🙂

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Rückblick der letzten Rennen

 

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27./28. Januar 2018: Comeback am Europacup in Grasgehren (DE)

Comeback geglückt! 💪

Am Samstag stürzte ich leider im Qualilauf und daraus resultierte der 21. Schlussrang.
Jedoch am Sonntag kämpfte ich mich bis ins Kleine Finale, erreichte den 7. Schlussrang und war sogar beste Schweizerin. 😊

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3./4. Januar 2018: Europacup Puy Saint Vincent (FRA)

Mit zwei guten Qualiläufen (2. und 4. Rang) erreichte ich eine gute Ausgangslage für die Heats. Gestern erreichte ich das grosse Finale und wurde Vierte.
Heute reichte es nicht ganz, da ich im Halbfinale mit einer Fahrerin um den zweiten Platz kämpfte und wir dabei beide stürzten. Im kleinen Finale wurde ich leider ins Netz abgedrängt und blieb hängen. Daraus resultierte der 7. Schlussrang!

Ich bin sehr zufrieden mit meinen Leistungen und werde weiter kämpfen, um endlich den ewigen 4. Platz im Finale loszuwerden!

 

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24. Februar 2018: Schweizermeisterschaft Sedrun

Fürs grosse Finale reichte es leider nicht ganz. Den kleinen Final konnte ich aber gewinnen und beendete die Schweizermeisterschaft somit auf dem 5. Schlussrang.

Herzliche Gratulation an die Schweizermeister und alle anderen Fahrer!

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3./4. März 2018: FIS Gargellen- European SBX Tour

Erstes Podium!
Dank einem 3. Platz stand ich heute seit langem wieder einmal auf dem Podium.

Nun bin ich bereit für die zwei Europacups in der Lenk nächste Woche! Kommt doch vorbei am 9./10.März! Ich freue mich über ein paar bekannte Gesichter.

 

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9./10. März: Europacup Lenk

Dieses Wochenende habe ich mir anders vorgestellt. Da ich in den letzten Jahren immer gerne in der Lenk gefahren bin und auch meine besten Ergebnisse am EC Lenk erreicht habe, war ich zuversichtlich und freute mich auf die Rennen. Doch leider kam ich von Anfang an nicht klar mit dem Cross und wurde von Fahrt zu Fahrt unsicherer. Daraus resultierten die enttäuschenden Ränge 13 und 18.

Nun heisst es abhacken und nach vorne schauen. Denn bereits am Mittwoch reise ich nach Veysonnaz. Ich darf dort als Vorfahrerin am Weltcup dabei sein.
Am 20./21.03. finden zwei weitere Europacups in Veysonnaz statt.💪

Trainingslager in Pyhä-Finnland

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It was magic! 🌄

Ich hatte eine super Trainingswoche in Finnland – Pyhä Ski Resort und konnte viele Fortschritte erzielen!
Wir profitierten von perfekten Trainingsbedingungen und konnten zweimal am Tag im Cross trainieren.
Die Landschaft war unglaublich schön und solche tolle Sonnenaufgänge gaben mir zusätzliche Motivation fürs Training. 🙂

Nun sind wir bereit für die Saison! Mein Team reist morgen an den ersten EC ins Pitztal. Ich darf leider noch nicht starten und werde mein Comeback erst im Januar geben können. Viel Glück dem Swiss Snowboard Boardercross Team!

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Zurück auf dem Schnee

Viel zu lange ist es her seit meinem letzten Bericht. Im Herbst, als ich den letzten Bericht verfasst habe, musste ich wegen dem Pfeifferschen Drüsenfieber wieder eine Trainingspause einlegen, die schlussendlich leider bis im Februar andauerte. In dieser Zeit wurde ich immer wieder krank und an Training war leider nicht zu denken. Als ich Ende Februar, 8 Monate nach der Diagnose, endlich zu Kräften kam, nahm ich das Training langsam wieder auf. Ich begann mit viel Ausdauertraining, wie Schwimmen, Joggen und Spinning-Velo. Zusätzlich trainierte ich einmal wöchentlich im Kraftraum und weiterhin ein- bis zweimal pro Woche mit meinem Physio. Nebenbei besuchte ich die Universität, um mich für die Prüfungen im Juni vorzubereiten.

Anfangs April verbrachte ich einige Tage auf dem Schnee. Bei wunderschönem Wetter und Pulverschnee genoss ich einen gemütlichen Sponsoren Skitag mit BKW, dem Sponsor von Swiss Ski. Bei den Draft Days in St. Moritz durfte ich die jungen Rookies coachen. Für mich war es das erste Mal wieder mit dem Team auf dem Schnee.

Über Ostern verbrachte ich eine Woche in der Toscana und genoss die schöne Umgebung bei einigen Rennvelo-Touren. Ende Mai reiste ich nach Zermatt für das erste Schneetraining der neuen Saison. Für mich gab es einige Änderungen gegenüber der letzten Saison, die ich noch gefahren bin. Ein fast komplett neues Team, ein zusätzlich neuer Coach und ein neuer Servicemann. Wir erlebten vier coole Tage in Zermatt und ich konnte Schritt für Schritt Fortschritte erzielen und mich wieder ans Snowboarden gewöhnen.

Im letzten Monat widmete ich mich vor allem dem Lernstoff und den bevorstehenden Prüfungen der Universität. Um den Kopf frei zu bekommen ging ich oft Rennvelo-Fahren oder Joggen. Nun sind die Prüfungen fürs erste vorbei und seit gestern bin ich in Magglingen für zwei Wochen WK. Ich habe die Möglichkeit hier die Physio zu besuchen und zu trainieren, um dann optimal vorbereitet zu sein, wenn es in zwei Wochen für weitere drei Wochen nach Zermatt auf den Schnee geht. Zurzeit steht vor allem das Krafttraining im Vordergrund, damit ich wieder genügend Kraft habe, um die langen Tage auf dem Schnee zu überstehen. Ich freue mich auf die nächsten Wochen, in denen ich mich endlich wieder einmal nur auf den Sport konzentrieren kann.

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Bis bald

Steffi 🙂

One year ago…

unfallUnglaublich wie schnell die Zeit vergeht, nun ist mein Unfall bereits ein Jahr her. Es war ein extrem spannendes Jahr für mich mit vielen Höhen und Tiefen. Ich machte viele neue Erfahrungen, lernte meinen Körper besser kennen und habe gelernt viel Geduld zu haben. Viele interessante Begegnungen mit bewundernswerten Personen machten dieses Jahr ebenfalls besonders.

Unterstützt wurde ich von vielen super Physio’s, Masseuren, Ärzten, Sportpsychologen, Trainern und natürlich von der tollsten Familie, dem besten Freund und den treusten Freunden, die man sich wünschen kann. Vielen Dank für eure Unterstützung, ohne euch wäre alles nicht möglich gewesen!
Ein grosses Dankeschön auch an die Stiftung Schweizer Sporthilfe, die mich weiterhin unterstützt! Es ist schön zu wissen, auch in einer solchen Situation auf Unterstützung zählen zu können.

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10 Monate nach dem Unfall…

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Mein Unfall war am 6. September genau 10 Monate her. Ich habe in dieser Zeit viel dazugelernt, kenne meinen Körper nun noch besser und musste auch einige Geduldsproben bestehen. Nun verzieht sich der Nebel immer wie mehr und die Sonne scheint mir heller ins Gesicht. Mein Ziel, wieder Snowboarden, Skaten, Joggen, Surfen und vieles mehr ausüben zu können, sehe ich klarer vor meinen Augen und wird immer greifbarer!

Gestern habe ich die vorläufig letzte WK-Reha-Woche in Magglingen beendet. Ich konnte das Traininsgpensum und die Intensität nochmals steigern und das erste Mal 10 Minuten Joggen auf dem Alter-G mit 100% meines Körpergewichts. 😊🏃

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Nächste Woche werde ich wieder die Universität besuchen und meine Reha in Bern weiterführen.

Ich möchte mich nochmals ganz herzlich bei Allen bedanken, die mich während meiner Reha in Magglingen unterstützt haben. Vor allem bei den Physios Jonas, Simu und Monique und den zwei Masseuren, Chrigu und Tinu. Vielen Dank!! 😊
Ein riesen Dankeschön auch an die Spitzensportförderung der Armee!

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Sleep, Eat, Train, Repeat…!

 Bis glii…eui Steffi 🙂

 

Nicht so wie geplant…

Nun ist es schon wieder mehr als 3 Monate her seit der zweiten Operation am 29. April. Die OP verlief gut und die Schrauben konnten entfernt werden. Der Platzhalter, der die zwei Lendenwirbeln L1 und L2 versteift und zwei kleine Schrauben im L2 bleiben jedoch drin, um meine Wirbelsäule zusammenzuhalten. Nach der OP musste ich noch drei Tage im Inselspital bleiben, bis die Wunde trocken war

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Ich konnte mich einigermassen gut erholen und zwei Wochen nach der Operation ging ich für zwei Wochen nach Magglingen, um die Reha wieder zu starten. Ich begann wieder mit leichten Übungen, um die tiefen Bauchmuskeln zu stärken und zu kontrollieren und zusätzlich lernte ich jeden Wirbel einzeln anzusteuern und zu bewegen. Dies klappte schon relativ gut, auch wenn die einzelnen Wirbel noch nicht ganz frei beweglich waren. Doch mein Physio mobilisierte sie täglich und von Tag zu Tag fühlte sich mein Rücken beweglicher an.

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Nach den zwei Wochen WK und Reha in Magglingen musste ich mich jedoch wieder der Uni zuwenden, da ich anfangs Juni noch Prüfungen schreiben musste.

Wie angeworfen, spürte ich nach den zwei Wochen in Magglingen ein stechender Schmerz auf dem rechten Hüftknochen. Später stellte sich heraus, dass dieser Schmerz von den Wirbeln kommt und in die Hüfte ausstrahlt. Mit vielen Behandlungen vom Physio hat sich der Schmerz verbessert, ist jedoch leider noch nicht weg.

Nach den Prüfungen rückte ich direkt wieder in den WK in Magglingen ein, um drei weitere Wochen Reha zu machen. Die ersten zwei Wochen verliefen super und ich konnte von Tag zu Tag neue Übungen dazu nehmen. Ende der zweiten Woche konnte ich das erste Mal wieder Squats mit einer 8kg Langhantel machen. 🙂

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Doch wie so oft gibt es nach einem „Up“ auch wieder ein „Down“ und dies folgte prompt. Plötzlich fühlte ich mich am Sonntagabend als würde ich krank werden. Ich hatte Gliederschmerzen, meine Augen brannten und wahrscheinlich hatte ich auch etwas Fieber. Am Montagmorgen fühlte ich mich wieder etwas besser und ich reiste trotzdem nach Magglingen für die letzte der drei Wochen. Leider konnte ich mich aber nicht erholen und so lag ich am Nachmittag mit Fieber im Bett. Morgens ging es mir jeweils besser, so dass ich trotzdem die Physiotherapie besuchen konnte, doch an ein intensives Rehatraining, wie die Woche zuvor, war nicht zu denken. Jeden Nachmittag oder Abend bekam ich wieder Fieber. Die Woche darauf ging es wieder besser und ich war nur noch ab und zu erschöpft. Als ich jedoch eine Woche später dann plötzlich noch Halsschmerzen und entzündete Mandeln bekam, läutete bei mir eine Alarmglocke. Ich meldete mich bei unserem Teamarzt, um mich untersuchen zu lassen und er nahm mir Blut ab, um es zu testen. Vier Tage später hatte sich dann der Verdacht bestätigt und ich erhielt die Diagnose „Pfeiffersches Drüsenfieber“.

Wieder einen Rückschlag, der meinen Plan über Kopf wirft. Aber wenn ich in den letzten Monaten etwas gelernt habe, dann wohl, dass selten etwas nach Plan verläuft und dass man Geduld haben muss. Nun brauche ich wieder Geduld, um meinem Körper die Zeit zu geben, damit er sich erholen kann.

Zum Erholen gönnte ich mir eine Woche Ferien auf Teneriffa. Ich genoss das warme Wetter und war froh, einfach mal abschalten zu können. 🙂

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Ich konnte Energie sammeln und bin nun seit gestern wieder in Magglingen für eine weitere WK-Rehawoche. Ich fühle mich noch nicht topfit, bin aber froh dass ich wieder mit leichtem Training einsteigen kann und werde das Training nun Schritt für Schritt wieder aufbauen.

Bis bald…

…Steffi

Zurück im Alltag

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Unterstützung meiner Teamkollegen am EC Lenk

Normalerweise würde ich zu diesem Zeitpunkt einen Saisonrückblick schreiben und euch von meiner Saison erzählen. Dieses Jahr konnte ich jedoch leider die Rennsaison gar nicht erst beginnen. Deshalb nutze ich nun diesen Moment nicht für einen Saisonrückblick, sondern für einen Rückblick auf die letzten zwei Monate.

Der Unfall ist nun schon bald 6 Monate her, eine unglaublich lange Zeit, trotzdem ist es irgendwie schnell vergangen. Die letzten zwei Monate waren für mich nicht ganz einfach. Nach meiner Entlassung aus der Rehaklinik Bellikon fühlte ich mich gut, ich konnte in der Klinik wieder gut ins „Training“, oder sagen wir mal Rehatraining, einsteigen und meinen Körper an eine tägliche Belastung gewöhnen. Ich war topmotiviert zu Hause nun weiter zu trainieren und weitere Fortschritte zu erzielen. Ich besuchte montags und freitags die Physiotherapie und trainierte danach noch ca. 1 ½-2h. Am Dienstag und Donnerstag war ich an der Universität und zwischen den Vorlesungen blieb mir jeweils auch noch Zeit um zu Trainieren. Jeden Mittwoch reiste ich nach Bellikon, um dort weiterhin mit meinen Sportphysios zu trainieren und die Reha weiter zu planen.

Nach wenigen Wochen merkte ich jedoch, dass dies alles zu viel ist und mein Rücken das viele Training und die zusätzliche Belastung des Alltags nicht standhält. Ich hatte wieder ziemliche Schmerzen im Rücken, konnte kaum noch sitzen und hatte sogar Schmerzen beim Gehen. Deshalb musste ich mit dem Training zurückstufen und besser auf meinen Körper hören. Ich achtete darauf, dass ich weniger sitze und mehr stehe und ging viel spazieren. Zusätzlich wurde mein Rücken auch in der Physio wieder mehr behandelt und die Rückenmuskeln wurden gelockert. Nach dieser Umstellung ging es wieder von Tag zu Tag besser und die Schmerzen gingen zurück.20151115_090630-1

Anfangs April war ich für die 2. Nachkontrolle im Inselspital. Das CT zeigte, dass der Knochen grösstenteils zusammengewachsen ist und sich die Bandscheibe erholen konnte. Somit kann ich bereits in einer Woche die Schrauben entfernen lassen (29.04.)! J Ich bin froh, wenn ich das Metall los werde, und ich meinen Rücken wieder etwas freier bewegen kann. Der Platzhalter, der den L1 & L2 zusammenhält und die zwei Schrauben im L2 bleiben jedoch drin.

Nach der OP werde ich versuchen, mich so schnell wie möglich zu erholen und dann die Reha fortsetzen…

An dieser Stelle möchte ich nochmals allen Sponsoren, Stiftungen und Gönnern danken, die mich im vergangenen Jahr unterstützt haben!

Ganz herzlich danke ich auch meinen Trainern, Physios, Mentaltrainern und meinen Freunden und meiner Familie, die für mich da waren und mich immer unterstützen, egal was ist. DANKE!

 

Bis bald…

 

Steffi

Bericht in der Schweizer Illustrierten

Während meinem Aufenthalt in der Rehaklinik in Bellikon wurde ich von Journalisten der Schweizer Illustrierten zur Suva-Minirolle und zu meinem Unfall interviewt. Der Bericht ist nun gestern im Zusatzheft „Sport“ erschienen. Viel Spass beim Lesen! 🙂

https://reader.ringier.ch/schweizerillustrierte/20160311_sport/90

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Vier spannende Wochen in der Rehaklinik Bellikon

Seit meinem letzten Bericht sind bereits mehr als 3 Monate vergangen. 15 Wochen in denen ich viel erlebt habe und das Leben einmal von einer ziemlich anderen Sichtweise betrachten durfte. Aber nun alles von Anfang an…

Nach meinem 10-tägigen Spitalaufenthalt wurde ich am 16. November 2015 nach Hause entlassen. Immer noch sehr geschwächt von der OP und den vielen Medikamenten, musste ich hauptsächlich liegen und da mein Kreislauf oft nach ein paar Minuten Stehen zusammenbrach, wurde sogar Duschen zu einer echten Herausforderung. Nach ein paar Tagen ging es dann besser und ich wagte einen ersten Versuch einen kleinen Spaziergang zu machen. Auch wenn dieser nur ca. 10 min dauerte, war ich froh, endlich wieder an der frischen Luft zu sein und mich ein wenig bewegen zu können. Nun ging es mir immer besser und obwohl ich noch viel Liegen musste, nahm auch die Länge der Spaziergänge stetig zu.

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rogerfedererEs war sehr berührend zu sehen, wie viele Leute hinter mir standen und mich in dieser schweren Zeit unterstützten. Über ein Paket freute ich mich jedoch besonders. Ich erhielt von Roger Federer, meinem Sporthilfe-Paten ein Paket mit einem RF-Cap, einem RF-Handgelenkwärmer und einer tollen Karte mit sehr aufmunternden Worten. 🙂 Das gab mir zusätzliche Motivation für die bevorstehende Reha!

 

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Vor der OP

Mitte Dezember konnte ich wieder einigermassen selbstständig leben und so zog ich wieder in die WG in Bern ein. Auch wenn noch nicht alles so einfach ging, war ich froh, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Da mir im Februar noch eine Uni-Prüfung bevorstand und ich seit dem Unfall die Uni nicht mehr besuchen konnte, war es für mich auch wieder an der Zeit für diese Prüfung zu lernen und den verpassten Stoff aufzuarbeiten. An eine Therapie war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken. Die Schrauben in meinen Rücken mussten erst noch mit den Knochen zusammenwachsen. Diese freie Zeit nutzte ich dann so gut es ging um zu Lernen. Am 7. Januar hatte ich meine erste Nachkontrolle beim Arzt. Das Röntgen zeigte, dass der Knochen optimal zusammengewachsen war und der Arzt war zufrieden und gab mir das OK für die Therapie. Es freute mich zu hören: „So, dieser Rücken hält wieder Frau Rieder, aber Sie haben mich da schon vor eine Herausforderung gestellt!“
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12647009_534203363424172_4372763361683046277_nNach vielen Abklärungen und einem ewigen Hin und Her, konnte ich am 26. Januar endlich in die Rehaklinik Bellikon eintreten. Dort hatte ich die Möglichkeit, während 4 Wochen einen optimalen Aufbau zu machen. In Bellikon hatte ich die bestmögliche Unterstützung durch zwei Sportphysios und einem Sportwissenschaftler. Zusätzlich hatte ich Therapien bei einem orthopädischen Physio und konnte auch mal Entspannen in der Massage oder Thermotherapie. Auch ärztlich wurde ich gut unterstützt mit 2 Visiten pro Woche.

Endlich hatte ich wieder einen geregelten Tagesablauf mit vielen Therapien und Trainings. Jeden Tag absolvierte ich selbstständig ein zweistündiges Rehatraining, zusätzlich eine Stunde Therapie oder Training mit der Sportphysio, dreimal die Woche Therapie mit dem orthopädischen Physio sowie dreimal die Woche Massage. Darüber hinaus trainierte ich mehrmals die Woche mit dem Sportwissenschaftler und konnte täglich die Thermotherapie anwenden.

IMG-20160304-WA0005Für mich war es optimal in so einem Umfeld mit dem Aufbau zu beginnen und ich konnte super profitieren und täglich kleine Fortschritte erzielen! 🙂
Jeden Morgen begann ich mit dem „Kinetic Control“-Programm, bei dem ich die tiefen Bauchmuskeln aktivieren musste, um den Rücken zu stabilisieren. Dies ist die Grundlage für alle weiteren Übungen und besonders wichtig für meinen Rücken. Am Nachmittag trainierte ich jeden Tag 30 min auf dem Crosstrainer und konnte auch bald mit leichten Oberkörper-Übungen an den Geräten beginnen. Dazu kamen Gleichgewichts-, Beinachsenstabilitäts- und Dehnübungen. Später konnte ich dann auch mit leichtem Gewicht wieder Beinkraft trainieren. Es fühlte sich gut an abends wieder einmal todmüde vom Training ins Bett zu fallen! 🙂

Für mich war es eine sehr spannende Erfahrung so viele interessante Personen mit verschiedenen Schicksalen kennenzulernen und zu sehen, wie sie sich durch den Alltag kämpfen. Im Vergleich zu Vielen dort, kann ich froh sein, dass ich „nur“ eine Lendenwirbelfraktur erlitten habe.

Das geht an EUCH liebe Reha-Freunde: Vielen herzlichen Dank für die tollen 4 Wochen in Bellikon. Es hat mich riesig gefreut euch alle kennenzulernen. Ich bewundere alle wahnsinnig und bin stolz auf euch, wie ihr das alles meistert! 🙂 Never give up!!!

Vielen Dank auch an meine zwei super Physios, Tina und Francesca, an Björn für die super Planung und die harten & lustigen Trainings, an Silvia für die super Unterstützung, an Sebastian Strebel für die super Physiotherapie und an das restliche Team in Bellikon!

Ein riesiges Dankeschön geht auch an Simon Glatthard und Christian Szepessy, die mich während den letzten 4 Monaten unterstützten und mir bei der Planung der Reha geholfen haben! 🙂

Nun bin ich wieder zurück in Bern und zurück an der Universität. Die nächsten Wochen werde ich meine Reha hier in Bern weiterführen. Jeweils mittwochs werde ich noch nach Bellikon reisen und dort einen Tag mit den Spezialisten trainieren. Sobald ich wieder fitter bin, werde ich auch wieder nach Magglingen gehen, um dort meine WK’s zu absolvieren.

Bis bald…

…Steffi