Zurück auf dem Schnee

Viel zu lange ist es her seit meinem letzten Bericht. Im Herbst, als ich den letzten Bericht verfasst habe, musste ich wegen dem Pfeifferschen Drüsenfieber wieder eine Trainingspause einlegen, die schlussendlich leider bis im Februar andauerte. In dieser Zeit wurde ich immer wieder krank und an Training war leider nicht zu denken. Als ich Ende Februar, 8 Monate nach der Diagnose, endlich zu Kräften kam, nahm ich das Training langsam wieder auf. Ich begann mit viel Ausdauertraining, wie Schwimmen, Joggen und Spinning-Velo. Zusätzlich trainierte ich einmal wöchentlich im Kraftraum und weiterhin ein- bis zweimal pro Woche mit meinem Physio. Nebenbei besuchte ich die Universität, um mich für die Prüfungen im Juni vorzubereiten.

Anfangs April verbrachte ich einige Tage auf dem Schnee. Bei wunderschönem Wetter und Pulverschnee genoss ich einen gemütlichen Sponsoren Skitag mit BKW, dem Sponsor von Swiss Ski. Bei den Draft Days in St. Moritz durfte ich die jungen Rookies coachen. Für mich war es das erste Mal wieder mit dem Team auf dem Schnee.

Über Ostern verbrachte ich eine Woche in der Toscana und genoss die schöne Umgebung bei einigen Rennvelo-Touren. Ende Mai reiste ich nach Zermatt für das erste Schneetraining der neuen Saison. Für mich gab es einige Änderungen gegenüber der letzten Saison, die ich noch gefahren bin. Ein fast komplett neues Team, ein zusätzlich neuer Coach und ein neuer Servicemann. Wir erlebten vier coole Tage in Zermatt und ich konnte Schritt für Schritt Fortschritte erzielen und mich wieder ans Snowboarden gewöhnen.

Im letzten Monat widmete ich mich vor allem dem Lernstoff und den bevorstehenden Prüfungen der Universität. Um den Kopf frei zu bekommen ging ich oft Rennvelo-Fahren oder Joggen. Nun sind die Prüfungen fürs erste vorbei und seit gestern bin ich in Magglingen für zwei Wochen WK. Ich habe die Möglichkeit hier die Physio zu besuchen und zu trainieren, um dann optimal vorbereitet zu sein, wenn es in zwei Wochen für weitere drei Wochen nach Zermatt auf den Schnee geht. Zurzeit steht vor allem das Krafttraining im Vordergrund, damit ich wieder genügend Kraft habe, um die langen Tage auf dem Schnee zu überstehen. Ich freue mich auf die nächsten Wochen, in denen ich mich endlich wieder einmal nur auf den Sport konzentrieren kann.

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Bis bald

Steffi 🙂

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One year ago…

unfallUnglaublich wie schnell die Zeit vergeht, nun ist mein Unfall bereits ein Jahr her. Es war ein extrem spannendes Jahr für mich mit vielen Höhen und Tiefen. Ich machte viele neue Erfahrungen, lernte meinen Körper besser kennen und habe gelernt viel Geduld zu haben. Viele interessante Begegnungen mit bewundernswerten Personen machten dieses Jahr ebenfalls besonders.

Unterstützt wurde ich von vielen super Physio’s, Masseuren, Ärzten, Sportpsychologen, Trainern und natürlich von der tollsten Familie, dem besten Freund und den treusten Freunden, die man sich wünschen kann. Vielen Dank für eure Unterstützung, ohne euch wäre alles nicht möglich gewesen!
Ein grosses Dankeschön auch an die Stiftung Schweizer Sporthilfe, die mich weiterhin unterstützt! Es ist schön zu wissen, auch in einer solchen Situation auf Unterstützung zählen zu können.

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10 Monate nach dem Unfall…

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Mein Unfall war am 6. September genau 10 Monate her. Ich habe in dieser Zeit viel dazugelernt, kenne meinen Körper nun noch besser und musste auch einige Geduldsproben bestehen. Nun verzieht sich der Nebel immer wie mehr und die Sonne scheint mir heller ins Gesicht. Mein Ziel, wieder Snowboarden, Skaten, Joggen, Surfen und vieles mehr ausüben zu können, sehe ich klarer vor meinen Augen und wird immer greifbarer!

Gestern habe ich die vorläufig letzte WK-Reha-Woche in Magglingen beendet. Ich konnte das Traininsgpensum und die Intensität nochmals steigern und das erste Mal 10 Minuten Joggen auf dem Alter-G mit 100% meines Körpergewichts. 😊🏃

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Nächste Woche werde ich wieder die Universität besuchen und meine Reha in Bern weiterführen.

Ich möchte mich nochmals ganz herzlich bei Allen bedanken, die mich während meiner Reha in Magglingen unterstützt haben. Vor allem bei den Physios Jonas, Simu und Monique und den zwei Masseuren, Chrigu und Tinu. Vielen Dank!! 😊
Ein riesen Dankeschön auch an die Spitzensportförderung der Armee!

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Sleep, Eat, Train, Repeat…!

 Bis glii…eui Steffi 🙂

 

Nicht so wie geplant…

Nun ist es schon wieder mehr als 3 Monate her seit der zweiten Operation am 29. April. Die OP verlief gut und die Schrauben konnten entfernt werden. Der Platzhalter, der die zwei Lendenwirbeln L1 und L2 versteift und zwei kleine Schrauben im L2 bleiben jedoch drin, um meine Wirbelsäule zusammenzuhalten. Nach der OP musste ich noch drei Tage im Inselspital bleiben, bis die Wunde trocken war

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Ich konnte mich einigermassen gut erholen und zwei Wochen nach der Operation ging ich für zwei Wochen nach Magglingen, um die Reha wieder zu starten. Ich begann wieder mit leichten Übungen, um die tiefen Bauchmuskeln zu stärken und zu kontrollieren und zusätzlich lernte ich jeden Wirbel einzeln anzusteuern und zu bewegen. Dies klappte schon relativ gut, auch wenn die einzelnen Wirbel noch nicht ganz frei beweglich waren. Doch mein Physio mobilisierte sie täglich und von Tag zu Tag fühlte sich mein Rücken beweglicher an.

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Nach den zwei Wochen WK und Reha in Magglingen musste ich mich jedoch wieder der Uni zuwenden, da ich anfangs Juni noch Prüfungen schreiben musste.

Wie angeworfen, spürte ich nach den zwei Wochen in Magglingen ein stechender Schmerz auf dem rechten Hüftknochen. Später stellte sich heraus, dass dieser Schmerz von den Wirbeln kommt und in die Hüfte ausstrahlt. Mit vielen Behandlungen vom Physio hat sich der Schmerz verbessert, ist jedoch leider noch nicht weg.

Nach den Prüfungen rückte ich direkt wieder in den WK in Magglingen ein, um drei weitere Wochen Reha zu machen. Die ersten zwei Wochen verliefen super und ich konnte von Tag zu Tag neue Übungen dazu nehmen. Ende der zweiten Woche konnte ich das erste Mal wieder Squats mit einer 8kg Langhantel machen. 🙂

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Doch wie so oft gibt es nach einem „Up“ auch wieder ein „Down“ und dies folgte prompt. Plötzlich fühlte ich mich am Sonntagabend als würde ich krank werden. Ich hatte Gliederschmerzen, meine Augen brannten und wahrscheinlich hatte ich auch etwas Fieber. Am Montagmorgen fühlte ich mich wieder etwas besser und ich reiste trotzdem nach Magglingen für die letzte der drei Wochen. Leider konnte ich mich aber nicht erholen und so lag ich am Nachmittag mit Fieber im Bett. Morgens ging es mir jeweils besser, so dass ich trotzdem die Physiotherapie besuchen konnte, doch an ein intensives Rehatraining, wie die Woche zuvor, war nicht zu denken. Jeden Nachmittag oder Abend bekam ich wieder Fieber. Die Woche darauf ging es wieder besser und ich war nur noch ab und zu erschöpft. Als ich jedoch eine Woche später dann plötzlich noch Halsschmerzen und entzündete Mandeln bekam, läutete bei mir eine Alarmglocke. Ich meldete mich bei unserem Teamarzt, um mich untersuchen zu lassen und er nahm mir Blut ab, um es zu testen. Vier Tage später hatte sich dann der Verdacht bestätigt und ich erhielt die Diagnose „Pfeiffersches Drüsenfieber“.

Wieder einen Rückschlag, der meinen Plan über Kopf wirft. Aber wenn ich in den letzten Monaten etwas gelernt habe, dann wohl, dass selten etwas nach Plan verläuft und dass man Geduld haben muss. Nun brauche ich wieder Geduld, um meinem Körper die Zeit zu geben, damit er sich erholen kann.

Zum Erholen gönnte ich mir eine Woche Ferien auf Teneriffa. Ich genoss das warme Wetter und war froh, einfach mal abschalten zu können. 🙂

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Ich konnte Energie sammeln und bin nun seit gestern wieder in Magglingen für eine weitere WK-Rehawoche. Ich fühle mich noch nicht topfit, bin aber froh dass ich wieder mit leichtem Training einsteigen kann und werde das Training nun Schritt für Schritt wieder aufbauen.

Bis bald…

…Steffi

Zurück im Alltag

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Unterstützung meiner Teamkollegen am EC Lenk

Normalerweise würde ich zu diesem Zeitpunkt einen Saisonrückblick schreiben und euch von meiner Saison erzählen. Dieses Jahr konnte ich jedoch leider die Rennsaison gar nicht erst beginnen. Deshalb nutze ich nun diesen Moment nicht für einen Saisonrückblick, sondern für einen Rückblick auf die letzten zwei Monate.

Der Unfall ist nun schon bald 6 Monate her, eine unglaublich lange Zeit, trotzdem ist es irgendwie schnell vergangen. Die letzten zwei Monate waren für mich nicht ganz einfach. Nach meiner Entlassung aus der Rehaklinik Bellikon fühlte ich mich gut, ich konnte in der Klinik wieder gut ins „Training“, oder sagen wir mal Rehatraining, einsteigen und meinen Körper an eine tägliche Belastung gewöhnen. Ich war topmotiviert zu Hause nun weiter zu trainieren und weitere Fortschritte zu erzielen. Ich besuchte montags und freitags die Physiotherapie und trainierte danach noch ca. 1 ½-2h. Am Dienstag und Donnerstag war ich an der Universität und zwischen den Vorlesungen blieb mir jeweils auch noch Zeit um zu Trainieren. Jeden Mittwoch reiste ich nach Bellikon, um dort weiterhin mit meinen Sportphysios zu trainieren und die Reha weiter zu planen.

Nach wenigen Wochen merkte ich jedoch, dass dies alles zu viel ist und mein Rücken das viele Training und die zusätzliche Belastung des Alltags nicht standhält. Ich hatte wieder ziemliche Schmerzen im Rücken, konnte kaum noch sitzen und hatte sogar Schmerzen beim Gehen. Deshalb musste ich mit dem Training zurückstufen und besser auf meinen Körper hören. Ich achtete darauf, dass ich weniger sitze und mehr stehe und ging viel spazieren. Zusätzlich wurde mein Rücken auch in der Physio wieder mehr behandelt und die Rückenmuskeln wurden gelockert. Nach dieser Umstellung ging es wieder von Tag zu Tag besser und die Schmerzen gingen zurück.20151115_090630-1

Anfangs April war ich für die 2. Nachkontrolle im Inselspital. Das CT zeigte, dass der Knochen grösstenteils zusammengewachsen ist und sich die Bandscheibe erholen konnte. Somit kann ich bereits in einer Woche die Schrauben entfernen lassen (29.04.)! J Ich bin froh, wenn ich das Metall los werde, und ich meinen Rücken wieder etwas freier bewegen kann. Der Platzhalter, der den L1 & L2 zusammenhält und die zwei Schrauben im L2 bleiben jedoch drin.

Nach der OP werde ich versuchen, mich so schnell wie möglich zu erholen und dann die Reha fortsetzen…

An dieser Stelle möchte ich nochmals allen Sponsoren, Stiftungen und Gönnern danken, die mich im vergangenen Jahr unterstützt haben!

Ganz herzlich danke ich auch meinen Trainern, Physios, Mentaltrainern und meinen Freunden und meiner Familie, die für mich da waren und mich immer unterstützen, egal was ist. DANKE!

 

Bis bald…

 

Steffi

Bericht in der Schweizer Illustrierten

Während meinem Aufenthalt in der Rehaklinik in Bellikon wurde ich von Journalisten der Schweizer Illustrierten zur Suva-Minirolle und zu meinem Unfall interviewt. Der Bericht ist nun gestern im Zusatzheft „Sport“ erschienen. Viel Spass beim Lesen! 🙂

https://reader.ringier.ch/schweizerillustrierte/20160311_sport/90

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Vier spannende Wochen in der Rehaklinik Bellikon

Seit meinem letzten Bericht sind bereits mehr als 3 Monate vergangen. 15 Wochen in denen ich viel erlebt habe und das Leben einmal von einer ziemlich anderen Sichtweise betrachten durfte. Aber nun alles von Anfang an…

Nach meinem 10-tägigen Spitalaufenthalt wurde ich am 16. November 2015 nach Hause entlassen. Immer noch sehr geschwächt von der OP und den vielen Medikamenten, musste ich hauptsächlich liegen und da mein Kreislauf oft nach ein paar Minuten Stehen zusammenbrach, wurde sogar Duschen zu einer echten Herausforderung. Nach ein paar Tagen ging es dann besser und ich wagte einen ersten Versuch einen kleinen Spaziergang zu machen. Auch wenn dieser nur ca. 10 min dauerte, war ich froh, endlich wieder an der frischen Luft zu sein und mich ein wenig bewegen zu können. Nun ging es mir immer besser und obwohl ich noch viel Liegen musste, nahm auch die Länge der Spaziergänge stetig zu.

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rogerfedererEs war sehr berührend zu sehen, wie viele Leute hinter mir standen und mich in dieser schweren Zeit unterstützten. Über ein Paket freute ich mich jedoch besonders. Ich erhielt von Roger Federer, meinem Sporthilfe-Paten ein Paket mit einem RF-Cap, einem RF-Handgelenkwärmer und einer tollen Karte mit sehr aufmunternden Worten. 🙂 Das gab mir zusätzliche Motivation für die bevorstehende Reha!

 

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Vor der OP

Mitte Dezember konnte ich wieder einigermassen selbstständig leben und so zog ich wieder in die WG in Bern ein. Auch wenn noch nicht alles so einfach ging, war ich froh, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Da mir im Februar noch eine Uni-Prüfung bevorstand und ich seit dem Unfall die Uni nicht mehr besuchen konnte, war es für mich auch wieder an der Zeit für diese Prüfung zu lernen und den verpassten Stoff aufzuarbeiten. An eine Therapie war zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu denken. Die Schrauben in meinen Rücken mussten erst noch mit den Knochen zusammenwachsen. Diese freie Zeit nutzte ich dann so gut es ging um zu Lernen. Am 7. Januar hatte ich meine erste Nachkontrolle beim Arzt. Das Röntgen zeigte, dass der Knochen optimal zusammengewachsen war und der Arzt war zufrieden und gab mir das OK für die Therapie. Es freute mich zu hören: „So, dieser Rücken hält wieder Frau Rieder, aber Sie haben mich da schon vor eine Herausforderung gestellt!“
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12647009_534203363424172_4372763361683046277_nNach vielen Abklärungen und einem ewigen Hin und Her, konnte ich am 26. Januar endlich in die Rehaklinik Bellikon eintreten. Dort hatte ich die Möglichkeit, während 4 Wochen einen optimalen Aufbau zu machen. In Bellikon hatte ich die bestmögliche Unterstützung durch zwei Sportphysios und einem Sportwissenschaftler. Zusätzlich hatte ich Therapien bei einem orthopädischen Physio und konnte auch mal Entspannen in der Massage oder Thermotherapie. Auch ärztlich wurde ich gut unterstützt mit 2 Visiten pro Woche.

Endlich hatte ich wieder einen geregelten Tagesablauf mit vielen Therapien und Trainings. Jeden Tag absolvierte ich selbstständig ein zweistündiges Rehatraining, zusätzlich eine Stunde Therapie oder Training mit der Sportphysio, dreimal die Woche Therapie mit dem orthopädischen Physio sowie dreimal die Woche Massage. Darüber hinaus trainierte ich mehrmals die Woche mit dem Sportwissenschaftler und konnte täglich die Thermotherapie anwenden.

IMG-20160304-WA0005Für mich war es optimal in so einem Umfeld mit dem Aufbau zu beginnen und ich konnte super profitieren und täglich kleine Fortschritte erzielen! 🙂
Jeden Morgen begann ich mit dem „Kinetic Control“-Programm, bei dem ich die tiefen Bauchmuskeln aktivieren musste, um den Rücken zu stabilisieren. Dies ist die Grundlage für alle weiteren Übungen und besonders wichtig für meinen Rücken. Am Nachmittag trainierte ich jeden Tag 30 min auf dem Crosstrainer und konnte auch bald mit leichten Oberkörper-Übungen an den Geräten beginnen. Dazu kamen Gleichgewichts-, Beinachsenstabilitäts- und Dehnübungen. Später konnte ich dann auch mit leichtem Gewicht wieder Beinkraft trainieren. Es fühlte sich gut an abends wieder einmal todmüde vom Training ins Bett zu fallen! 🙂

Für mich war es eine sehr spannende Erfahrung so viele interessante Personen mit verschiedenen Schicksalen kennenzulernen und zu sehen, wie sie sich durch den Alltag kämpfen. Im Vergleich zu Vielen dort, kann ich froh sein, dass ich „nur“ eine Lendenwirbelfraktur erlitten habe.

Das geht an EUCH liebe Reha-Freunde: Vielen herzlichen Dank für die tollen 4 Wochen in Bellikon. Es hat mich riesig gefreut euch alle kennenzulernen. Ich bewundere alle wahnsinnig und bin stolz auf euch, wie ihr das alles meistert! 🙂 Never give up!!!

Vielen Dank auch an meine zwei super Physios, Tina und Francesca, an Björn für die super Planung und die harten & lustigen Trainings, an Silvia für die super Unterstützung, an Sebastian Strebel für die super Physiotherapie und an das restliche Team in Bellikon!

Ein riesiges Dankeschön geht auch an Simon Glatthard und Christian Szepessy, die mich während den letzten 4 Monaten unterstützten und mir bei der Planung der Reha geholfen haben! 🙂

Nun bin ich wieder zurück in Bern und zurück an der Universität. Die nächsten Wochen werde ich meine Reha hier in Bern weiterführen. Jeweils mittwochs werde ich noch nach Bellikon reisen und dort einen Tag mit den Spezialisten trainieren. Sobald ich wieder fitter bin, werde ich auch wieder nach Magglingen gehen, um dort meine WK’s zu absolvieren.

Bis bald…

…Steffi

Das Ende vor dem Beginn!

saas fee teamIn den letzten 4 Monaten habe ich vieles erlebt von dem ich berichten kann. Ich bereitete mich auf den Gletschern von Saas Fee, Zermatt, Stelvio und Hintertux auf die neue Saison vor. Das Training verlief gut und ich konnte einige Fortschritte erzielen. Nebenbei besuchte ich die Univesität in Bern und trainierte auch konditionell fleissig weiter, um ready zu sein für die Saison. Eigentlich sind die letzten Monate wie im Fluge vergangen.

Auf dem Schnee trainierten wir im Freestylpark von Saas Fee auf den Kickern und in der Pipe, um das Boardgefühl zu verbessern. Im Boardercross trainierten wir vor allem die Stargerade, die aus mehreren Rollers und Wutangs bestand. In Zermatt feilten wir vor allem an der Kurventechnik und an der Position auf dem Snowboard. Leider hatten wir auch ab und zu Pech mit dem Wetter und so konnten wir auf dem Stelvio Gletscher nur an zwei Tagen von vier trainieren. An den restlichen zwei Tagen trainierten wir im selbstgebauten Punptrack beim Hotel.neue kleider

Am 2. November sind wir nach Hintertux gereist, um dort 4 Tage zu trainieren. Die Bedingungen waren perfekt und wir konnten optimal trainieren. Im Freestylepark trainierten wir auf den grossern Sprüngen, um uns an die Airtime zu gewöhnen und im Cross stand eine super Startgerade mit vielen technischen Elementen bereit. Ich hatte eine super Woche und konnte mich jeden Tag steigern. Ich fühlte mich immer besser auf dem Board und war bereit für die Saison. Doch es kam ganz anders…

Am Freitag bei der wohl letzten Fahrt kam ich beim Kicker in der Luft in Schräglage und flog wie Superman durch die Luft. Das dies keine sanfte Landung wird, war mir schon in der Luft bewusst, und so landete ich auf dem Rücken im Schnee. Ich spürte direkt, da ist was nicht in Ordnung und so musste ich mit dem Helikopter ins Spital in Schwaz geflogen werden. Nach dem Röntgen und CT war klar, meine Wirbelsäule ist gebrochen. Genauer gesagt, ich hatte einen Berstungs- und Luxationsbruch beim Lendenwirbel 2. Ich kann von grossem Glück reden, dass ich keine neurologischen Schäden habe, und meine Beine normal bewegen kann. Da der Bruch aber instabil war, musste ich operiert werden und wurde zuerst einmal ins Spital in Innsbruck verlegt. Nach vielen Besprechungen und Planänderungen wurde ich dann schliesslich am Montagmorgen mit der Rega zurück in die Schweiz verlegt und im Inselspital Bern am Dienstagmorgen operiert.

unfallVon Freitag bis zur Operation lag ich in einem Liegegips, der die Wirbelsäule stabilisierte, damit nichts passieren konnte. Bequem war dies aber natürlich nicht und ich war froh als ich endlich operiert wurde. Die OP ist gut gelaufen und bereits am nächsten Tag bin ich das erste Mal aufgesessen. 🙂 Am Freitag wagte ich die ersten Schritte alleine, es war ein gutes Gefühl, wieder auf den Beinen zu stehen. Seit letztem Montag bin ich nun wieder zu Hause bei meiner Familie in Matten. Bis ich wieder selbstständig leben kann und die Universität besuchen kann, wird es wohl noch etwas dauern. Mit kleinen Schritten bin ich nun auf dem Weg zurück in mein altes Leben und jeden Tag gehts ein Stückchen besser. 🙂

mae2 photographyIch möchte mich bei Allen ganz herzlich bedanken, die mich unterstützt haben in der letzten Zeit. Vielen Dank für die vielen Genesungswünsche, Motivationsworte und einfach dass ihr da wart. Es ist schön zu sehen, dass man auch in so negativen Momenten nicht alleine ist.

Bis bald..

..Steffi

 

 

Treffen mit Roger Federer

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Die letzten Monate habe ich in Magglingen in der Spitzensport RS verbracht und mich auf die neue Saison vorbereitet. Ich konnte von super Trainingsbedingungen profitieren und wurde in allen Bereichen gut unterstützt. Neben den Trainings konnten wir auch in die Massage und Physio oder wir hatten Medienschulung, Autogenes Training oder Englischkurs. Wir wurden also nicht nur in unserem Sport gefördert, sondern auch in vielen anderen Bereichen weitergebildet, die wichtig sind für einen Spitzensportler.

Surfen bei Sonnenuntergang in Peniche

Surfen bei Sonnenuntergang in Peniche

Im Training konnte ich einige Fortschritte erzielen und eine gute Basis schaffen für die kommende Saison. Ein gutes Sommertraining für einen Snowboarder ist natürlich das Wellensurfen. Deshalb waren wir noch eine Woche in Peniche (Portugal) und absolvierten meistens 3 Surfsessions am Tag. Es war ein super Training und machte wahnsinnig viel Spass.

Wakesurfen auf dem Lago Maggiore

Wakesurfen auf dem Lago Maggiore

Zwei Tage verbrachten wir noch in Tenero, wo wir die Möglichkeit hatten auf dem Boot von meiner Teamkollegin Debby das Wakesurfen auszuprobieren. Eine Woche später versuchten wir uns auch noch bein Bungee-Surfen auf der Aare in Bern. Auch das war eine spannende Erfahrung und sicher nicht das letzte Mal. 🙂wakesurfen gruppebild

Am 10. Juli wurden wir aus der Spitzensport RS entlassen. Danach genoss ich ein paar freie Tage in Budapest, bevor das Training zu Hause wieder begann. Nächste Woche werde ich nach Fuerteventura fliegen und dort eine Woche Wellensurfen gehen. Das Surfen hat mich so richtig gepackt und wenn man dies noch mit Ferien kombinieren kann, ist es doch perfekt. 😀

 

Roger Federer mit Steffi

Mitte August findet dann das erste Schneetraining in Les Deux Alpes statt.     Dort geht es darum, sich wieder an den Schnee zu gewöhnen. Am Nachmittag werden wir Biken gehen oder andere Sportarten ausprobieren. Ab September trainieren wir dann wieder auf den Schweizer Gletschern in Zermatt und Saas Fee. Mitte September beginne ich ein Psychologie-Studium an der Universität in Bern.

Roger Federer

Gestern hatte ich die Möglichkeit an einem Treffen mit Roger Federer teilzunehmen. Seit drei Jahren werde ich von der Roger Federer Foundation unterstützt und nun hatten alle Patenkinder die Möglichkeit Roger zu treffen.  Zu Beginn konnten wir ihm beim Training zusschauen und danach beantwortete er noch unsere Fragen und gab uns wertvolle Tipps für unsere Karriere. 🙂 Für mich ist Roger Federer einer der bemerkenswertesten Sportler. Er ist trotz vielen Erfolgen immer am Boden geblieben und hat eine enorme mentale Stärke.

Bis bald..

..Steffi

6. Gesamtrang im Europacup und erster Sieg an einem FIS Rennen

Aussicht von Magglingen

Aussicht von Magglingen

Es ist Anfangs Mai, ich bin seit drei Wochen in Magglingen in der Spitzensport-RS und bereite mich bereits auf die neue Saison vor. Die letzte Saison liegt schon etwas hinter mir, da ich es aber versäumt habe einen Bericht zu schreiben, werde ich die vergangene Saison nochmals aufgreifen und von meinen letzten Rennen berichten. 🙂

Nach dem gelungenen Wochenende am Europacup in der Lenk bin ich eine Woche später voll motiviert für das Europacup-Finale nach Bad Gastein (Österreich) gereist. Geplant war ein Trainingstag am Donnerstag und die zwei Rennen am Freitag und Samstag. Doch wieder einmal mehr kam alles anders als geplant. Wegen den schelchten Wettervoraussichten wurde der Trainingstag gestrichen und das erste Rennen fand bereits am Donnerstag statt. Das Wetter war wie erwartet ziemlich schlecht und auch der Kurs enttäuschte uns. Ich fühlte mich bereits bei den Trainingsläufen nicht wohl, da es so neblig war, dass man praktisch nichts sah ausser die Tore und Sicherheitsnetze. Bei meinem Qualifikationslauf verschlechterte sich die Sicht nochmals, so dass ich nur noch etwa 2m weit sah. Ich fuhr zu verhalten und zu unsicher und qualifizierte mich nicht für die Finals. Schnell versuchte ich diesen Tag abzuhacken und mich auf das letzte EC-Rennen vorzubereiten.

Am Freitag blieben die BSBX ECergbahnen jedoch zu und anstatt ein Rennen zu fahren, gab es eine Stadtbesichtigung und Shoppingtour in Salzburg. Am Samstag konnte ein Rennen durchgeführt werden und sogar das Wetter spielte einigermassen mit. Der Nebel war verschwunden und nur noch der Wind wehte ab und zu, so dass auf einen Qualifikationslauf verzichtet wurde und direkt mit den Heats gestartet wurde. Der erste Heat überstand ich ohne grosse Probleme, jedoch im Viertelfinale hatte ich eine Rangelei mit einer Gegnerin, die mich zwei Mal versuchte wegzudrücken und an mir vorbeizukommen. Es gelang ihr nicht, jedoch erreichte ich das Ziel nur als Dritte, was nicht reichte für den Halfinal. Ich beendete das Rennen auf dem 9. Schlussrang.

Das bedeutete den 6. Rang in der Europacup Gesamtwertung. Zu Beginn der Saison hatte ich mir die Top 3 als Ziel gesetzt. Doch durch das starke Starterfeld (Weltcupfahrer) an den meisten Europacup-Rennen, wurde es immer wie schwieriger dieses Ziel zu erreichen. Nun rückblickend bin ich zufrieden mit dem 6. Rang auch wenn mehr möglich gewesen wäre. 🙂

Nach dem Europacup-Finale war meine Saison jedoch noch nicht zu Ende. Ich reiste bereits am nächsten Dienstag mit ein paar Rookie-Fahrern nach Val Thorens an die Französische Meisterschaft. Dort erwartete uns ein super Kurs und viele gute Fahrer/innen (Gesamtweltcupsiegerin & Juniorenweltmeisterin). Ich konnte einige spannende Heats fahren und schlussendlich das kleine Finale gewinnen und den 5. Schlussrang sichern. 🙂 Gestärkt durch eine köstliche Nutella-Crêpes reisten wir nach Hause.

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Am folgenden Samstag sollte die Schweizermeisterschaft, die bereits verschoben wurde, in Sedrun durchgeführt werden. Die Wetteprognosen sahen leider alles andere als gut aus und so wurde die SM definitiv nicht durchgeführt. Am Ostermontag fand trotzdem ein FIS Rennen statt, jedoch der SM-Titel wurde nicht vergeben.

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IMG_9981Ich freute mich auf ein letztes Rennen, bei dem man nochmals alle Fahrer (oder einfach all jene, die noch motiviert waren und noch nicht in die Ferien verreist sind) zu sehen. 🙂 Zum Abschluss präsentierte sich das Wetter noch von seiner besten Seite und wir konnten einen sonnigen Tag geniessen. Ich konnte zwei gute Heats fahren und das Rennen in einem spektakulären und spannenden Finale gewinnen. :)) Danke Girls…es war ein toller und lustiger Tag 😉

 

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Vier Tage später nahm ich am Swiss Ski Sponsoren-Skitag in Zermatt teil mit dem Verbandsspornsor Alpiq. Ich konnte einen tollen und vor allem lustigen Tag auf den Pisten von Zermatt verbringen und einige tolle Bekanntschaften machen. Danke an Alpiq und alle, die an diesem Skitag teilgenommen haben für den unvergesslichen Tag. 🙂

 

CorvatschLetztes Wochenende habe ich dann meine Snowboardsaison definitiv abgeschlossen mit den Draft Days auf dem Corvatsch. In diesen 3 Tagen ging es darum, einige Übungen zu machen in der Pipe, auf der Piste und über die Kicker. Alle Trainer von Swiss Snowboard waren anwesend und bewerteten uns nach unserem Können. Es waren drei harte Tage und nun bin ich froh, das Snowboard für die nächsten 3 Monate in den Keller zu stellen. 🙂 Denn momentan bin ich schon wieder fleissig am Trainieren für die neue Saison. Mir bleiben noch 10 Wochen Spitzensport-RS übrig, die ich nutzen werde, um einige Fortschritte im Bereich Kraft, Ausdauer, Koordination und Mentaltraining zu erzielen. Nächste Woche werde ich meine Ausdauer in einem Rennvelo-Trainingscamp in Giverola (Spanien) trainieren.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei allen Sponsoren, Stiftungen, Gönnern, Trainern, Familie und Freunden! Ohne eure Unterstützung wäre es für mich nicht möglich diesen Sport auszuüben! Vielen vielen Dank!!! 😀

Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer und ich werde mich ab und zu mit einigen News aus meinem Sommertraining melden. 🙂

Liebe Grüsse

Steffi