5. Platz am ersten Europacup Wochenende

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Ich reiste am Donnerstag mit gemischten Gefühlen nach Schruns in Montafon. Einerseits freute ich mich auf die ersten zwei Europacups der Saison, andererseits war ich nervös, da der Europacup auf demselben Kurs stattfand wie der Weltcup eine Woche zuvor. Ein schneller Kurs mit grossen Sprüngen. Solche Sprünge war ich zuvor nur selten gesprungen. Trotzdem freute ich mich auf diese Herausforderung, denn Fliegen ist ja auch was schönes! 😉  Der Kurs wurde dann trotzdem noch etwas abgeschärft und dem Europacup-Niveau angepasst.

Der Trainingstag am Freitag begann für uns Frauen seeehr spät. Wir konnten unsere zwei Trainingsläufe erst um drei Uhr Nachmittags starten. Ich fühlte mich von Beginn an wohl auf dem Kurs und alle Sprünge gingen gut auf. Es machte mir riesig Spass einmal einen anspruchsvolleren Kurs zu fahren und ich freute mich auf die zwei Rennen. Am Samstag ging es dann auch für uns früh los und wir standen bereits um 8 Uhr vor der Gondelbahn. Die Oragnisatoren in Montafon testeten ein neues System aus. Das hiess: keine Qualiläufe sondern direkt Heats,jeder Platz wird mit sogenannten „Loser-Heats“ ausgefahren und 6er-Heats anstatt 4er-Heats. Zudem wurde zusätzlich noch ein Skicross Europacup zur selben Zeit ausgetragen.

Da nicht 48 Frauen am Start waren, gab es im ersten Heat „nur“ 4er Heats, von denen 3 weiterkamen. Der erste Heat überstand ich problemlos, obwohl ich mit der Fahrt noch nicht zufrieden war. Im zweiten Heat traf ich auf zwei Teamkolleginnen, zwei Deutsche und eine Französin. Der Start gelang mir super und ich lag nach der Startgerade auf zweiter oder dritter Stelle. Ich hatte mehr Speed als zuvor und flog deswegen auch weiter beim ersten Kicker. Ich stürzte leider und verpasste den Einzug ins Halbfinale. Stattdessen musste ich im Loser-Heat um Platz 13 bis 24 fahren. Das Ziel war natürlich ganz klar der 13. Rang. Der Start gelang mir super und ich konnte mich an die Spitze der fünf Konkurentinnen setzten. Die Führung konnte ich bis ins Ziel halten und somit den Heat gewinnen. Daraus resultierte der 13. Schlussrang! Fazit: Es wäre natürlich mehr möglich gewesen, trotzdem bin ich froh, dass ich mich noch auf den 13. Rang kämpfen konnte nach dem Sturz im Viertelfinale.

Die Organisatoren haben einen riesen Event aus dem Europacup gemacht und so war das Price Giving vom Samstag auf einer riesigen Bühne vor 5000 Zuschauer. Danach gab es noch ein Konzert der Sportfreunde Stiller. Da Jérôme Lymann, ein Teamkollege, auf den sensationellen 3. Rang fuhr, konnten wir als Team beim Price Giving und anschliessenden Konzert teilnehmen. Dies war ein einmaliges Erlebnis und freute uns alle sehr 🙂

Am Sonntag setzte ich mir den Finaleinzug (also Top 6) als Ziel. Das Viertelfinale überstand ich als dritte im Heat. Um ins Finale zu kommen musste ich mich aber noch deutlich steigern. Im Halbfinale gelang mir wohl der beste Lauf des Wochenendes und ich qualifizierte mich wiederum als dritte im Heat fürs grosse Finale. Ich erreichte das erste Mal in einem Europacup das grosse Finale, was mich riesig freute und mich natürlich auch etwas nervös machte. Der Finallauf gelang mir leider überhaupt nicht wo wie ich es mir erhofft hatte. Ich hatte einen schlechten Start, war auf der Startgerade zu wenig aktiv und lag deswegen beim ersten Kicker auf dem 5. Zwischenrang. Den Rückstand konnte ich leider nicht mehr einholen und ich beendete das Rennen auf dem 5. Schlussrang! Auch wenn mehr möglich gewesen wäre bin ich natürlich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis. Denn es sind auch noch ein paar Weltcupfahrerinnen mitgefahren, welche an den nächsten Europacups nicht mehr starten werden.

Im Grossen und Ganzen bin ich ganz zufrieden mit diesem ersten Europacup-Wochenende und freue mich schon aufs nächste Wochenende. Denn bereits am Donnerstagmorgen werde ich mit meinem Team nach Cortina d’Ampezzo reisen, um zwei weitere Europacups zu bestreiten.

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