Zwei Podestplätze im Pitztal und mehrere Stürze in Isola (FRA)

Frau Holle meint es zurzeit leider nicht wirklich gut mit uns Schneesportlern und der Schnee fehlt in vielen Skigebieten. Deshalb werden viele Boardercross-Rennen abgesagt oder verschoben. Da der geplante Europacup von Puy St. Vincent vom 10.-12. Januar auf den März verschoben wurde, haben wir uns entschieden, am 4. Januar kurzfristig ins Pitztal zu reisen und dort am Junioren FIS Rennen teilzunehmen. Für mich war dieses Rennen eher ein Training auf einem guten Kurs, trotzdem wollte ich mein Bestes geben und ein gutes Resultat erzielen. Am Sonntag war das Wetter leider nicht optimal. Es schneite den ganzen Tag und die Sicht war auch ziemlich schlecht. Trotzdem konnte ich ein gutes Rennen fahren und jeden Lauf bis zum grossen Finale gewinnen. Im Finale wollte ich  nun voll angreifen und endlich meinen ersten Sieg an einem FIS Rennen erzielen. Nach einem guten Start machte ich einen kleinen Kantenfehler auf der Startgerade. Nach der ersten Banke lag ich an vierter Stelle, konnte jedoch mehr Speed auf die Fläche mitnehmen und wieder zu den Gegnerinnen aufschliessen. Ich kämpfte um den zweiten Platz, konnte die Gegnerin jedoch nicht überholen und wurde Dritte!

Am Montag konnte ich wieder gute Heats fahren und mich fürs grosse Finale qualifizieren. Ich erwischte einen super Start und lag mit einer Gegnerin gleichauf an erster Stelle. Wir hatten einen Kampf bis zum Ziel um den ersten Platz, den ich leider wieder verlor. Ich erreichte das Ziel als Zweitplatzierte!

Ich bin zufrieden mit dem 2. und 3. Schlussrang! Der Sieg wäre jedoch locker möglich gewesen und deshalb werde ich weiter hart an mir arbeiten, damit ich in dieser Saison doch noch ein Rennen gewinnen kann! 🙂

2. Platz am FIS Rennen im Pitztal

Foto vom Montag (Ich, links, 2. Platz)

Leider wurde auch der Weltcup in Veysonnaz, an dem ich hätte teilnehmen können, auf den März verschoben. Deshalb reiste ich letzten Freitag (10. Januar) kurzfristig nach Isola (FRA). Wir flogen am Freitagmittag von Genf nach Nizza. In Nizza wurden wir von unserem Trainer mit dem Teambus abgeholt. Denn er ist mit dem Gepäck von uns mit dem Teambus nach Nizza gefahren. Nach einer guten Stunde Autofahrt durch kleine kurvigen Strassen erreichten wir Isola. Wir wohnten in einem riesigen Penthouse Appartement, was nicht zu vergleichen war mit den sonstigen Wohnungen in Frankreich. Nach einem Flug über Berge und Meer, Palmen am Flughafen von Nizza, einer speziellen Strasse nach Isola und einem riesigen Appertement fühlten wir uns wie in den Ferien und vergassen fast für was wir eigentlich nach Isola gekommen sind, nämlich um Rennen zu fahren!

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Flug von Genf nach Nizza 🙂 über Berge und Meer 🙂

Am nächsten Morgen erwartete uns ein guter Kurs mit vielen Elementen. Ich freute mich auf den Kurs, war jedoch noch etwas skeptisch wegen der ersten Banke, welche viele Schläge hatte. Nach den drei Trainingsläufen und zwei Stürzen in der ersten Banke stellte sich heraus, dass diese Banke wohl wirklich die Schlüsselstelle war. Ich entschied mich im Qualilauf einen kleinen Speedcheck vor der Kurve zu machen, um sicher durchzukommen und die Heats zu erreichen. Dies zahlte sich aus und ich überstand nach einem soliden Qualilauf die Qualifikation als Viertplatzierte. Also eine super Ausgangslage, um in den Finals voll angreifen zu können. Das Viertelfinale konnte ich mit grossem Abstand gewinnen, jedoch im Halbfinale war schon aus! Ich hatte einen super Start und lag direkt in Führung, machte jedoch wieder einen kleinen Speedcheck vor der ersten Banke, so konnte mich eine Gegnerin aufholen. Ich hatte in der Banke nicht viel Platz und fuhr beinahe ins Netz. Dies führte dazu, dass ich den darauffolgenden Roller verpasste und auf den Kopf stürzte. Wegen Kopfschmerzen entschied ich mich das kleine Finale nicht mehr zu fahren und mich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Somit erreichte ich den enttäuschenden 8. Schlussrang!

Am Sonntag geschah genau das, was nicht hätte passieren dürfen. Ich stürzte im Trainingsheat schwer, wieder auf den Kopf! Meine Teamkollegin stürzte vor mir (wieder in der bekannten ersten Banke) und ich versuchte irgendwie ausweichen zu können, damit ich nicht voll in sie hinein fuhr. So blieb mir nur noch der Ausweg links von ihr vorbei. Da dies jedoch nicht genau die Richtung war, wie man durch den Cross fahren sollte, flog ich links vom grossen Roller und landete links neben dem Roller im Flachen, Kopfsvoran! Dies war eine harte Landung, ein grosser Schock, von dem ich mich zuerst einmal erholen musste. Ich fuhr die Qualifikation trotzdem mit, war jedoch nach diesem Schockerlebnis nicht ganz bei der Sache und qualifizierte mich deshalb nur als Neunte für die Finals. Über die Mittagspause konnte ich mich dann etwas sammeln und auf die Heats vorbereiten. Das Viertelfinale überstand ich gut und im Halbfinale gelang mir ein super Start und ich lag in Führung. Eine Gegnerin konnte mich jedoch noch überholen und in der dritten Kurve stand ich leider zu hart auf die Kante und grub mich im weichen Schnee ein, so dass ich eine Pirouette machte. „Aus“ war der Traum vom grossen Finale! Im kleinen Finale lag ich nach dem Start wieder in Führung stürzte jedoch wieder in der ersten Kurve und bremste auf dem Gesicht. Daraus resultierte ein 7. Schlussrang und Schürfungen im Gesicht!

Es war definitiv nich mein Wochenende. Mit der Enttäuschung, dass es schon wieder nicht gereicht hat, Kopfschmerzen und Schürfungen im Gesicht reiste ich nach Hause. Nach diesem Turbulenten Wochenende musste ich mich zuerst einmal Erholen und auch noch einiges für die Schule tun. (Deshalb auch erst jetzt die Veröffentlichung des Berichts! 😉 )

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Fotos mit Teamkollegen 🙂

Nun habe ich mal ein freies Wochenende und nächste Woche geht es dann weiter mit strengen Trainings. Am darauffolgenden Wochenende haben wir ein Schneetraining, da leider auch der Europacup von Grasgehren wegen Schneemangel abgesagt wurde.

Ich werde mich also bald wieder melden, hoffentlich mit guten Resultaten 😉

Bis bald

Steffi

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