Militärische Grundausbildung der Spitzensport RS

IMG_7932Anfangs Juli bin ich in Thun in die Spitzensport RS eingerückt. Ich war gespannt, was mich alles so erwartete, freute mich aber auf die Herausforderung. In den ersten paar Tagen wurden wir mit dem militärischen Material ausgerüstet, welches wir an verschiedenen Orten abholen mussten. Zudem bekamen wir am ersten Tag bereits unser perönliches Gewehr vom Kompanie-Kommandant überreicht. Abends reisten wir mit einem Lastwagen von Thun nach Lyss in die Kaserne, welche für die nächsten fünf Wochen unser neues „Zuhause“ war. Wir alle freuten uns, als wir am Donnerstag Nachmittag das erste Mal nach Magglingenins Training gehen konnten und eine kurze Auszeit aus dem militärischen Alltag geniessen konnten. 🙂 Denn der militärische Alltag mit den strikten Regeln war zu Beginn ziemlich anstregend und ungewohnt. Man musste sich zuerst einmal daran gewöhnen, dass man nun andere Personen nicht mit „Herr Moser“ sondern zum Beispiel mit „Oberleutnant Rekrut Rieder“ ansprechen musste. Dazu kam natürlich noch das frühe Aufstehen und die korrekte Zimmerornung, welche neu für mich war.

In der ertsen Woche erlernten wir, wie man mit dem Gewehr umgehen musste, damit wir bereit waren für das erste Schiessen am darauffolgenden Dienstag. Zu Beginn hatte ich wegen meinen kleinen Händen einige Probleme mit dem Gewehr, doch mit etwas Übung klappte es schlussendlich. An unserem ersten Schiesstag regnete es in Strömen, doch dies hielt uns nicht vom Schiessen ab und wir lagen mit den tollen Regenpellerinen im Schlamm und zielten auf die 30m entfernte Zielscheibe. Trotz des Regens machte es Spass und ich traf erstaunlich gut. 🙂 Am Donnerstag durften wir bereits das erste Mal 300m Schiessen. Diesmal im Trockenen Schiessstand. Hier lief alles elektronisch ab und um zu wissen, ob man getroffen hat, musste man nur auf den Bildschirm nebenan schauen. Also alles viel bequemer. 😉 Auch auf 300m traf ich die Zielscheibe, 3mal sogar direkt in die Mitte. 😀

In den folgenden Wochen absolvierten wir noch eine Sanitätsausbildung, bei der wir erlernten, wie man Verbände anlegt, eine bewusstlose Person beatmet oder eine Herzmassage durchführt oder wie man eine verletzte Person lagern und transportieren muss. Bei der ABC Ausbildung durften wir die gesamte ABC-Ausrüstung anziehen und diese im Tränengas testen. Meine Schutzmaske war glücklicherweise dicht, so dass ich nichts vom Tränengas bemerkte. Dreimal in der Woche gingen wir im Winigraben schiessen, meistens zweimal in der KD Box und einmal 300m Schiessen. Dazu gehörte natürlich auch immer der Parkdienst, bei dem wir unser Gewehr und die Kampfstiefeln putzen mussten, meistens mit einer Zeitlimite, die knapp berechnet war und uns in Stress versetzte. Jeden Nachmittag wurden wir ins Training entlassen und konnten selbstständig mit VW-Bussen nach Magglingen fahren, dort Trainieren und Abendessen und mussten erst um 22.00 Uhr wieder zurück in der Kaserne in Lyss sein.

Die letzte Woche sah wieder ähnlich aus, wie die ersten Tage. Wir kontrollierten unser Material, ob alles vollständig war, fuhren nach Thun und Bern, und gaben dort unser Material ab, welches wir nicht mehr brauchen. Das restliche Material wurde gepackt, um nach Hause zu nehmen, die Zimmer wurden geputzt und am Donnerstag um 11.30 wurden wir bereits entlassen. 🙂

Bis nächsten April habe ich nun Pause vom Militär. Vom April bis Juli 2015 finden dann die restlichen 13 Wochen der RS in Magglingen statt. Dort steht aber das Training klar an erster Stelle. Nebst der Sport-Militär-Ausbildung haben wir dann den ganzen Tag Zeit zum Trainieren. Zudem können wir von Angeboten wie Massage, Physio, Mentaltraining und Medientraining profitieren.

Diese fünf Wochen gingen wahnsinnig schnell vorbei. Es war für mich eine super Erfahrung, die mir im weiteren Leben bestimmt weiterhilft. Ich habe viele neue Sportler kennengelernt und wir hatten eine super Zeit zusammen. Obwohl der militärische Alltag oft streng und ernst war, hatten wir es immer lustig und viel zu Lachen! 😀 Ich freue mich schon jetzt auf die 13 Wochen nächstes Jahr in Magglingen. Auch unsere Zug- und Gruppenführer haben einen super Job gemacht und uns vollkommen unterstützt. Ich bin froh, habe ich mich dafür entschieden, die Spitzensport RS zu absolvieren, und würde es jedem, der die Möglichkeit hat, weiterempfehlen. Es ist eine super Chance! 🙂

Am Montag bin ich nach „Les Deux Alpes“ gereist, um dort die ersten paar Schneetage der neuen Saison zu absolvieren. Ich wollte neue Boards für die neue Saison testen und ein gutes Boardgefühl entwickeln. Am Nachmittag stand jeweils ein Biketraining auf dem Programm, bei dem ich meine Grenzen austesten konnte. 🙂 Ich trainiere nun noch bis Freitag hier in Frankreich und am Montag gehts bereits wieder nach Magglingen für eine Kondiwoche mit dem Swiss Snowboard-Team.

Weitere Berichte oder Fotos von Les Deux Alpes und Magglingen werden folgen…

Liebe Gruess

I mälde mi ab! Rekrut Rieder…

…oder eifach Steffi 🙂IMG_7929

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