Das Ende vor dem Beginn!

saas fee teamIn den letzten 4 Monaten habe ich vieles erlebt von dem ich berichten kann. Ich bereitete mich auf den Gletschern von Saas Fee, Zermatt, Stelvio und Hintertux auf die neue Saison vor. Das Training verlief gut und ich konnte einige Fortschritte erzielen. Nebenbei besuchte ich die Univesität in Bern und trainierte auch konditionell fleissig weiter, um ready zu sein für die Saison. Eigentlich sind die letzten Monate wie im Fluge vergangen.

Auf dem Schnee trainierten wir im Freestylpark von Saas Fee auf den Kickern und in der Pipe, um das Boardgefühl zu verbessern. Im Boardercross trainierten wir vor allem die Stargerade, die aus mehreren Rollers und Wutangs bestand. In Zermatt feilten wir vor allem an der Kurventechnik und an der Position auf dem Snowboard. Leider hatten wir auch ab und zu Pech mit dem Wetter und so konnten wir auf dem Stelvio Gletscher nur an zwei Tagen von vier trainieren. An den restlichen zwei Tagen trainierten wir im selbstgebauten Punptrack beim Hotel.neue kleider

Am 2. November sind wir nach Hintertux gereist, um dort 4 Tage zu trainieren. Die Bedingungen waren perfekt und wir konnten optimal trainieren. Im Freestylepark trainierten wir auf den grossern Sprüngen, um uns an die Airtime zu gewöhnen und im Cross stand eine super Startgerade mit vielen technischen Elementen bereit. Ich hatte eine super Woche und konnte mich jeden Tag steigern. Ich fühlte mich immer besser auf dem Board und war bereit für die Saison. Doch es kam ganz anders…

Am Freitag bei der wohl letzten Fahrt kam ich beim Kicker in der Luft in Schräglage und flog wie Superman durch die Luft. Das dies keine sanfte Landung wird, war mir schon in der Luft bewusst, und so landete ich auf dem Rücken im Schnee. Ich spürte direkt, da ist was nicht in Ordnung und so musste ich mit dem Helikopter ins Spital in Schwaz geflogen werden. Nach dem Röntgen und CT war klar, meine Wirbelsäule ist gebrochen. Genauer gesagt, ich hatte einen Berstungs- und Luxationsbruch beim Lendenwirbel 2. Ich kann von grossem Glück reden, dass ich keine neurologischen Schäden habe, und meine Beine normal bewegen kann. Da der Bruch aber instabil war, musste ich operiert werden und wurde zuerst einmal ins Spital in Innsbruck verlegt. Nach vielen Besprechungen und Planänderungen wurde ich dann schliesslich am Montagmorgen mit der Rega zurück in die Schweiz verlegt und im Inselspital Bern am Dienstagmorgen operiert.

unfallVon Freitag bis zur Operation lag ich in einem Liegegips, der die Wirbelsäule stabilisierte, damit nichts passieren konnte. Bequem war dies aber natürlich nicht und ich war froh als ich endlich operiert wurde. Die OP ist gut gelaufen und bereits am nächsten Tag bin ich das erste Mal aufgesessen. 🙂 Am Freitag wagte ich die ersten Schritte alleine, es war ein gutes Gefühl, wieder auf den Beinen zu stehen. Seit letztem Montag bin ich nun wieder zu Hause bei meiner Familie in Matten. Bis ich wieder selbstständig leben kann und die Universität besuchen kann, wird es wohl noch etwas dauern. Mit kleinen Schritten bin ich nun auf dem Weg zurück in mein altes Leben und jeden Tag gehts ein Stückchen besser. 🙂

mae2 photographyIch möchte mich bei Allen ganz herzlich bedanken, die mich unterstützt haben in der letzten Zeit. Vielen Dank für die vielen Genesungswünsche, Motivationsworte und einfach dass ihr da wart. Es ist schön zu sehen, dass man auch in so negativen Momenten nicht alleine ist.

Bis bald..

..Steffi

 

 

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