Alles hat ein Ende…

 

pyhä

Nach meinem schweren Unfall im November 2015 war für mich vor allem wichtig, wieder gesund und fit zu werden und beschwerdenfrei Sport zu treiben. Mit viel Physiotherapie, harten Trainings, vielen Schweisstropfen und vor allem sehr viel Geduld, erreichte ich dieses Ziel. Für mich war klar, dass ich nach dem Unfall meine Spitzensportkarriere nicht einfach beenden werde, ohne es noch einmal versucht zu haben. Ich wusste jedoch auch, dass es nicht einfach werden wird und viele Puzzleteile zueinanderpassen müssen, damit ich Erfolge feiern kann. Die, die mich kennen, wissen, dass ich keine halben Sachen mache. Deshalb war für mich klar, entweder setze ich die nächsten vier Jahre nochmals auf die Karte Spitzensport, mit dem Ziel Weltcup und Olympia 2022, oder ich beende meine Spitzensport-Karriere.

Wenn ich in den letzten zwei Jahren gefragt wurde, wie es nun weitergeht nach meinem Unfall, war meine Antwort immer: „Ich werde mein Comeback geben, die Saison fahren und Ende Saison entscheiden, wie es weitergeht!“

Nun ist diese Saison beendet und ich habe mir meine Gedanken gemacht. Im vergangenen Jahr habe ich gemerkt, dass eben genau diese vielen Puzzleteile nicht mehr zusammenpassen. Ich bin nicht mehr bereit, volles Risiko einzugehen und meinem Körper durch die vielen Stürze und Verletzungen zu schaden. Dieses Risiko braucht es jedoch in unserem Sport, um vorne mitfahren zu können. Diese Zweifel und Ängste führten auch immer wie mehr zu Motivationsverlusten und schlussendlich fehlte mir einfach auch der Spass auf dem Schnee.

Somit bin ich zum Entschluss gekommen, meine aktive Karriere als Snowboardcrosserin zu beenden und einen neuen Weg einzuschlagen. Ich blicke auf eine sehr schöne Zeit zurück und bin sicher, dass mir der Spitzensport sehr viel gegeben hat, was mir auf dem weiteren Weg helfen wird. Ich konnte durch den Sport viele schöne Momente erleben, einige Erfolge feiern, lernte aber auch mit Misserfolgen und Verletzungen umzugehen. Ich traf viele interessante Menschen, bereiste einige schöne Orte und wurde durch diese Erlebnisse zu dem Menschen, den ich heute bin.

Meine Motivation und Energie werde ich weiterhin dem Sport widmen. Ich studiere seit letztem Sommer Sportwissenschaft an der Universität in Bern. Ich freue mich riesig, nun einen 100%-Sportstudent zu sein und bin gespannt auf die weiteren Herausforderungen, die mir dieses Studium bringt. Es kann also gut sein, dass man sich hier und da an einigen Sportanlässen, J+S Kursen, in Magglingen oder natürlich auf dem Schnee antrifft.

Zum Schluss geht ein riesiges DANKESCHÖN an meine Teamkollegen, Trainer, Betreuer, Physiotherapeuten, Ärzte, Sportpsychologen, Gönner, Sponsoren und vor allem an meine Familie und Freunde für die Unterstützung und die gemeinsame Zeit. Es freut mich sehr, euch alle kennengelernt zu haben. Ein spezieller Dank auch an die Schweizer Sporthilfe, die mich die letzten Jahre finanziell unterstützt hat!

Liebi Grüess

Eui Steffi 🙂

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