Intensive Traininswochen in Saas Fee

Es ist laaaange her seit ich das letzte Mal von meinen Trainings berichtet habe. Die letzten Wochen verbrachte ich vor allem in Saas Fee. Fünf intensive Wochen auf dem Schnee liegen hinter mir und dazwischen eine Woche Erholung auf den Kanarischen Inseln.

Doch das Ganze von Beginn an. Nachdem ich in „Les Deux Alpes“ die ersten Tage der neuen Saison im Schnee verbracht und nochmals eine Woche Konditraining in Magglingen absolviert hatte, bin ich für eine Woche nach Saas Fee gereist, um dort die erste Schneewoche mit dem Swiss Snowboard Team zu verbringen. Die erste Woche war sehr intensiv mit langen Schneetrainings und am Nachmittag zusätzlich noch kräfteraubenden Konditrainings. Auf dem Schnee trainierten wir vor allem in der Pipe und auf den Kickern, oder wir fuhren Slalom. Das Ziel war die Basics wieder aufzufrischen und eine gute Position auf dem Snowboard zu finden. Nachmittags standen Krafttrainings, Koordinationsübungen, Schnelligkeitsübungen, Skaten oder Stabilisationsübungen auf dem Programm.

Nach dieser intensiven Schneewoche reiste ich mit einer Kollegin an die Wärme nach Barcelona und genoss dort meine erste Woche Ferien nach der Matura, dem Militär und den Trainingscamps. Eine Woche später ging es aber direkt wieder weiter mit dem Training. Die letzte Kondiwoche in Magglingen stand auf dem Programm. Das Ziel war, nochmals an Kraft und Schnelligkeit zuzulegen, um dann bereit zu sein für die strengen Schneetrainings und die kommende Wettkampfsaison. Morgens gingen wir jeweils Downhill-Biken auf dem Gurten, in Neuchatel oder in Magglingen. Es machte riesig Spass und war eine gute Übung um schon mal aus der Komfort-Zone hinauszukommen, was dann auch im Boardercoss wichtig ist. Dies führte dann auch zu gewissen Manövern, bei denen ich den Bäumen ausweichen musste oder vom Bike sprang, um nicht im Baum zu landen. Mit einigen Schürfungen und sichtlich erschöpft von der Trainingswoche, reiste ich am Freitag nach Hause. Am Abend fand noch der Sporthilfe Patenschaftsevent in der Post Finance Arena Bern statt, bei welchem sich viele verschieden Sportler und deren Paten trafen. Auch meine Patenorganisation die „Roger Federer Foundation“ (http://www.rogerfedererfoundation.org/de/home) war vor Ort. Beim Abendessen entstand ein spannendes Gespräch zwischen Sportlern, Eltern und der Roger Federer Foundation. Der Höhepunkt des Abends war das spannende Interview von Dominique Gisin, der Olympiasiegerin von Sochi 2014.

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Gruppenfoto mit Dominique Gisin am Sporthilfe Patenschafts-Event

Die darauffolgenden zwei Wochen war ich jeweils von Montag bis Freitag in Saas Fee und trainierte auf dem Gletscher. Es waren zwei sehr intensive Wochen mit sehr langen Trainingseinheiten. Auch mental war es eine schwierige Zeit für mich, da ich vieles umstellen musste. Von der Position auf dem Snowboard bis hin zum Stance, Bindungswinkel und dem Highback der Bindung, wurde mir alles umgestellt. Mit einem etwas komischen Gefühl, nahm ich diese Herausforderung an und konnte mich ziemlich schnell an die neue Position gewöhnen. In den zwei Wochen trainierten wir wieder oft im Park, auf den Kickern und in der Pipe. Zum Schluss des Trainings fuhren wir jeweils noch die Startgerade des Boardercrosses, was uns noch die letzten Kräfte raubte. Totmüde fiel ich abends jeweils ins Bett und war froh, endlich schlafen zu können. 🙂

Nach dieser intensiven Zeit, war ich froh, mal Abschalten zu können und wegzugehen. Besser gesagt wegzufliegen. Denn ich flog mit meiner Familie für eine Woche auf die Kanarischen Inseln. Tagsüber am Strand konnte ich mich gut Erholen und abends/nachts auch mal gut Ablenken. 😉 Mit einer schönen Joggingrunde am Meer kam auch das Training nicht ganz zu kurz! Als ich jedoch die schönen Sanddünen sah, hätte ich gerne ein Snowboard ausgepackt und wäre runter gefahren 🙂

DSC_4021Ferien auf Gran Canaria 🙂

Nach den Ferien gings mit neuer Motivation wieder für zwei Wochen nach Saas Fee. Wir trainierten nun hauptsächlich im Boardercross, was das Training verkürzte, jedoch nicht weniger intensiv machte. Auch Nachmittags wurde das Konditraining auf eine Stunde gekürzt, weil der Fokus nun klar beim Boarercross am Morgen lag. In diesen zwei Wochen waren auch viele andere Teams in Saas Fee und so sah ich einige Sportler mit denen ich im Frühling die Spitzensport-RS absolviert hatte. Für die zweite Woche wurde der Tagesplan nochmals völlig umgestellt. Wir hatten die Möglichkeit erhalten, morgens um 6 Uhr auf die Frühgondel zu gehen. So waren wir die ersten auf der Piste und konnten den frischen Pulverschnee geniessen. Wir waren jeweils bereits vor 7 Uhr, als es natürlich noch dunkel war, auf dem Gletscher. So konnten wir jeden Tag einen wunderschönen Sonnenaufgang geniessen. Vielen Dank an unsere Trainer für dieses einmalige Erlebnis! 🙂

IMG_8558Dienstag

IMG_8542Mittwoch

IMG_8575Donnerstag

Nun bin ich eine Woche Zuhause und trainiere nochmals fleissig im Kraftraum, bevor es dann am Wochenende nochmals für 2 Tage nach Saas Fee geht, um mit dem Regionalkader zu Trainieren. Nächste Woche dann nochmals eine Kondiwoche bei mir Zuhause, repsektiv in Bern und am 5. November reise ich für 10 Tage ins Pitztal in Österreich für ein weiteres Schneetraining mit SwissSnowboard.

Ich möchte mich nochmals bei allen Gönnern bedanken, die mich unterstützt haben. Es hat mich riesig gefreut! Vielen Dank!! 😀

Bis bald

Steffi

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Zwei intensive Trainingswochen in Les Deux Alpes und Magglingen

 

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Die letzten zwei Wochen verbrachte ich in „Les Deux-Alpes“ und Magglingen. Die ersten paar Schneetage der neuen Saison, nutzte ich um verschiedene Boards zu testen und ein gutes Boardgefühl zu entwickeln. Ich fand ziemlich schnell das passende Board und fühlte mich gut auf dem Schnee. Auch das Kickerspringen klappte von Beginn an und ich konnte einige sichere Sprünge machen. Nachmittags stand jeweils Biken auf dem Programm. Das Hinauffahren liessen wir aus und nahmen die Sessellifte, um die Kraft fürs Herunterfahren aufzusparen. Denn die vielen verschiedenen Trails ähneln einem Boardercross, wo man auch einige identische Sachen üben kann. So ist zum Beispiel das Blickverhalten beim Downhill-Biken gleich wie im Boardercross und auch das schnelle Reagieren lässt sich gut beim Biken trainieren. Und noch zu allem dazu macht es einfach unglaublich viel Spass diese Trails herunterzufahren! 😀

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Letzte Woche fand eine Kondiwoche von Swiss Snowboard in Magglingen statt. Wir konnten jeden Tag zwei Trainings durchführen in der Halle End der Welt. Das Thema der Woche war: weiter Kraft aufzubauen, diese jedoch auch anwenden zu können! Dies trainierten wir mit Schnelligkeits-Parcours, verschiedenen Koordinationsübungen, aber auch grundlegenden Kraftübungen wie Squats, Bankdrücken, Bankziehen und auch Olympic Lifting. Am Mittwoch Nachmittag konnten wir auf der Startanlage der Skicrosser trainieren. Sie haben eine Indoor-Startanlage aufgebaut, auf der man mit dem Snowboard verschiedene Starts trainieren kann. Am Freitag gabs zum Schluss noch ein richtig hartes Workout , bei dem jeder an seine Grenzen stiess!

Am Samstag reiste ich am morgen früh nach Bubikon bei Zürich, um meine neuen Boards bei Oxess zu bestellen und mal zu schauen, wie diese Boards eigentlich hergestellt werden. Es war spannend zu sehen, dass fast alles von Hand gemacht wird.

Nun bin ich seit gestern in Saas Fee und werde bis am Freitag hier trainieren.

Liebe Grüsse aus Saas Fee 🙂

Steffi…

 

 

Militärische Grundausbildung der Spitzensport RS

IMG_7932Anfangs Juli bin ich in Thun in die Spitzensport RS eingerückt. Ich war gespannt, was mich alles so erwartete, freute mich aber auf die Herausforderung. In den ersten paar Tagen wurden wir mit dem militärischen Material ausgerüstet, welches wir an verschiedenen Orten abholen mussten. Zudem bekamen wir am ersten Tag bereits unser perönliches Gewehr vom Kompanie-Kommandant überreicht. Abends reisten wir mit einem Lastwagen von Thun nach Lyss in die Kaserne, welche für die nächsten fünf Wochen unser neues „Zuhause“ war. Wir alle freuten uns, als wir am Donnerstag Nachmittag das erste Mal nach Magglingenins Training gehen konnten und eine kurze Auszeit aus dem militärischen Alltag geniessen konnten. 🙂 Denn der militärische Alltag mit den strikten Regeln war zu Beginn ziemlich anstregend und ungewohnt. Man musste sich zuerst einmal daran gewöhnen, dass man nun andere Personen nicht mit „Herr Moser“ sondern zum Beispiel mit „Oberleutnant Rekrut Rieder“ ansprechen musste. Dazu kam natürlich noch das frühe Aufstehen und die korrekte Zimmerornung, welche neu für mich war.

In der ertsen Woche erlernten wir, wie man mit dem Gewehr umgehen musste, damit wir bereit waren für das erste Schiessen am darauffolgenden Dienstag. Zu Beginn hatte ich wegen meinen kleinen Händen einige Probleme mit dem Gewehr, doch mit etwas Übung klappte es schlussendlich. An unserem ersten Schiesstag regnete es in Strömen, doch dies hielt uns nicht vom Schiessen ab und wir lagen mit den tollen Regenpellerinen im Schlamm und zielten auf die 30m entfernte Zielscheibe. Trotz des Regens machte es Spass und ich traf erstaunlich gut. 🙂 Am Donnerstag durften wir bereits das erste Mal 300m Schiessen. Diesmal im Trockenen Schiessstand. Hier lief alles elektronisch ab und um zu wissen, ob man getroffen hat, musste man nur auf den Bildschirm nebenan schauen. Also alles viel bequemer. 😉 Auch auf 300m traf ich die Zielscheibe, 3mal sogar direkt in die Mitte. 😀

In den folgenden Wochen absolvierten wir noch eine Sanitätsausbildung, bei der wir erlernten, wie man Verbände anlegt, eine bewusstlose Person beatmet oder eine Herzmassage durchführt oder wie man eine verletzte Person lagern und transportieren muss. Bei der ABC Ausbildung durften wir die gesamte ABC-Ausrüstung anziehen und diese im Tränengas testen. Meine Schutzmaske war glücklicherweise dicht, so dass ich nichts vom Tränengas bemerkte. Dreimal in der Woche gingen wir im Winigraben schiessen, meistens zweimal in der KD Box und einmal 300m Schiessen. Dazu gehörte natürlich auch immer der Parkdienst, bei dem wir unser Gewehr und die Kampfstiefeln putzen mussten, meistens mit einer Zeitlimite, die knapp berechnet war und uns in Stress versetzte. Jeden Nachmittag wurden wir ins Training entlassen und konnten selbstständig mit VW-Bussen nach Magglingen fahren, dort Trainieren und Abendessen und mussten erst um 22.00 Uhr wieder zurück in der Kaserne in Lyss sein.

Die letzte Woche sah wieder ähnlich aus, wie die ersten Tage. Wir kontrollierten unser Material, ob alles vollständig war, fuhren nach Thun und Bern, und gaben dort unser Material ab, welches wir nicht mehr brauchen. Das restliche Material wurde gepackt, um nach Hause zu nehmen, die Zimmer wurden geputzt und am Donnerstag um 11.30 wurden wir bereits entlassen. 🙂

Bis nächsten April habe ich nun Pause vom Militär. Vom April bis Juli 2015 finden dann die restlichen 13 Wochen der RS in Magglingen statt. Dort steht aber das Training klar an erster Stelle. Nebst der Sport-Militär-Ausbildung haben wir dann den ganzen Tag Zeit zum Trainieren. Zudem können wir von Angeboten wie Massage, Physio, Mentaltraining und Medientraining profitieren.

Diese fünf Wochen gingen wahnsinnig schnell vorbei. Es war für mich eine super Erfahrung, die mir im weiteren Leben bestimmt weiterhilft. Ich habe viele neue Sportler kennengelernt und wir hatten eine super Zeit zusammen. Obwohl der militärische Alltag oft streng und ernst war, hatten wir es immer lustig und viel zu Lachen! 😀 Ich freue mich schon jetzt auf die 13 Wochen nächstes Jahr in Magglingen. Auch unsere Zug- und Gruppenführer haben einen super Job gemacht und uns vollkommen unterstützt. Ich bin froh, habe ich mich dafür entschieden, die Spitzensport RS zu absolvieren, und würde es jedem, der die Möglichkeit hat, weiterempfehlen. Es ist eine super Chance! 🙂

Am Montag bin ich nach „Les Deux Alpes“ gereist, um dort die ersten paar Schneetage der neuen Saison zu absolvieren. Ich wollte neue Boards für die neue Saison testen und ein gutes Boardgefühl entwickeln. Am Nachmittag stand jeweils ein Biketraining auf dem Programm, bei dem ich meine Grenzen austesten konnte. 🙂 Ich trainiere nun noch bis Freitag hier in Frankreich und am Montag gehts bereits wieder nach Magglingen für eine Kondiwoche mit dem Swiss Snowboard-Team.

Weitere Berichte oder Fotos von Les Deux Alpes und Magglingen werden folgen…

Liebe Gruess

I mälde mi ab! Rekrut Rieder…

…oder eifach Steffi 🙂IMG_7929

Bestandene Matura und die ersten militärischen Erfahrungen

Seit meinem letzten Eintrag ist eine lange Zeit vergangen. Für mich war die letzte Zeit extrem stressig, daher hatte ich auch keine Zeit von meinen Erlebnissen zu berichten. Da ich jedoch Tag für Tag mit Lernen für die Matura beschäftigt war, gab es auch nicht viel Spannendes zu berichten. 😉

Nach dem Saisonende setzte ich meinen Fokus klar auf meine Ausbildung, denn ich hatte eine wichtige Aufgabe zu überstehen. Ich musste die Matura bestehen, was für mich nicht ganz leicht war mit den vielen Dispenzen, die sich während den letzten drei Jahre angesammelt haben. Also hiess es für mich Lernen, Lernen, Lernen und das Training steht deutlich an zweiter Stelle.

Im Mai bekam ich den definitiven Entscheid, dass ich für die Spitzensport-RS selektioniert wurde. Dies freute mich riesig, da diese Chance nur ca. 40 Spitzensportler der ganzen Schweiz pro Jahr erhalten. Zudem ermöglicht mir dies eine optimale Vorbereitung für die Olympischen Spiele 2018. So stand fest, am 30. Juni 2014 heisst es für mich EINRÜCKEN!

Um die Spitzensport-RS absolvieren zu können, musste ich zuerst noch an einer Rekrutierung teilnehmen. Deshalb machte ich mich eine Woche vor den mündlichen Matura-Prüfungen auf den Weg nach Windisch, um mit drei anderen Schneesportlerinnen, die ebenfalls die Spitzensport-RS absolvieren,  an der Rekrutierung teilzunehmen. Dort sammelten wir erste militärische Erfahrungen und mussten etliche Tests und Untersuchungen über uns ergehen lassen. Zum Schluss erhielt ich noch mein erreichtes Sportabzeichen und ein paar neue Schuhe (Kampfstiefel). Juhuui 🙂

Letzte Woche konzentrierte ich mich dann wieder voll und ganz auf meine Maturaprüfungen. Die Einen verliefen besser und Andere etwas weniger. Am Mittwoch war es endlich vorbei und nun musste ich noch bis Freitag aufs Ergebnis warten. Umso mehr freute ich mich, als mein Klassenlehrer am Freitagabend verkündete: „Gratulation, ihr habt ALLE bestanden!!“                 Eeeeendlich ist es vorbei und es gibt für mich wieder andere Sachen als nur Lernen! 😀

Am Sonntag nutzte ich den freien Tag, um meine „tollen neuen“ Kampfstiefeln einzulaufen. Es war gar nicht so schlimm wie erwartet 😉 Die letzten Tage genoss ich mit ein paar Klassenkollegen/kolleginnen auf dem Camping, um noch etwas zu Entspannen.

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Kampfstiefeln eintragen! 🙂

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Panorama von Yvonand (Camping VD8)

Mit der bestandenen Matura ist für mich ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen. Morgen mit dem Start der Spitzensport-RS wird ein neuer Lebensabschnitt beginnen, auf den ich mich gespannt freue.

Liebe Grüsse

Steffi

Junioren-WM und Schweizermeisterschaft



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Swiss Snowboardcross Team Junior World Championships 2014 Valmalenco

Am Sonntag 30. März reiste ich mit sechs anderen Teamkollegen/innen und unseren zwei Trainern, Simon und Gigi, nach Valmalenco (Italien) an die Junioren Weltmeisterschaft. Es war das erste Mal, dass ich an der JWM teilnehmen konnte und leider auch das letzte Mal, da ich im Dezember 20 Jahre alt werde und dann nicht mehr in der Junioren-Kategorie starten kann. Ich wollte also die Chance nutzen und mein Bestes geben. Auf der Hinreise kam bei uns jedoch eher Ferienstimmung anstatt Wettkampfstimmung auf, als wir durchs warme und sonnige Tessin reisten und am See entlang fuhren. In Valmalenco wurden wir dann von einem grossen Staff empfangen, der sich aus dem Servicemann Steff Eisenegger, einem Mentaltrainer, Physiotherapeuten, Arzt, Tinu (der Mann, der uns auf dem Berg verpflegte und immer etwas zu Essen dabei hatte), Nadja (die Chefin, die alle Fragen beantworten konnte) und Harald, der Nationalcoach.

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Bei der Anreise nach Valmalenco 🙂

Am Montag hatten wir die Möglichkeit, auf dem Cross zu trainieren. Das Training verspätete sich jedoch, da einige Sprünge nicht aufgingen, und man zu wenig weit flog. Deshalb musste zuerst der Kurs etwas umgebaut werden, bevor wir trainieren konnten. Später ging es dann endlich los und ich freute mich den Cross zu fahren. Es war wieder mal einen etwas anspruchsvolleren Kurs, bei dem man viel Zeit gutmachen oder eben auch verlieren konnte. Ich kam von Beginn an gut zurecht mit dem Cross und freute mich auf die Qualifikation am Dienstag.

Die Qualifikation lief wie im Weltcup ab. Nach dem ersten Qualilauf waren die ersten 16 direkt weiter in den Finals und die anderen konnten im zweiten Lauf noch die Plätze 17-32 unter sich ausmachen. Mir gelang ein solider Qualilauf, der mich auf den 14. Rang brachte und somit direkt in die Finals vom Mittwoch.

Am Mittwoch gelangen mir nochmals zwei gute Trainingsläufe und ich war bereit für die Heats. Im ersten Heat erwischte ich keinen optimalen Start und die Gegnerin, welche links von mir startete konnte sich vor mir einreihen. Ich hatte kaum Platz über den Kicker zu springen und landete auf dem Board meiner Gegnerin. Beim nächsten Element verkantete ich und stürzte. So konnte ich meine Hoffnungen auf ein gutes Resultat früh im Schnee begraben. Es hätte einfach nicht sein sollen! Ich erreichte das Ziel als Letzte und schied aus, bevor es eigentlich erst richtig angefangen hatte. Riesig war die Enttäuschung, welche ich zuerst einmal verdauen musste. Doch die Worte meines Trainers und seine Bemerkung, dass ich ja eigentlich erst die dritte Saison Snowboardcross fahre, halfen mir ein wenig. Zudem hatte ich am Tag darauf nochmals die Chance zu zeigen, was ich kann, beim Teamevent.

Am Donnerstag stand eben dieser Teamevent auf dem Programm. Es gab zweier Teams von den Nationen, Männer und Frauen getrennt. Zuerst starteten vier Fahrer/innen von vier verschiedenen Nationen und wenn jeweils das Teammitglied die Ziellinie erreichte konnte das zweite Teammitglied starten. Weil wir fünf Schweizerinnen waren, konnten wir sogar mit zwei Frauenteams starten. Ich war mit Alexandra im Team, wobei ich immer startete und sie als Zweite fuhr. Uns beiden gelangen gute Läufe und wir kämpften uns ins kleine Finale vor. Dort trafen wir auf die Kanadierinnen, Amerikanerinnen und Französinnen. Alex erreichte das Ziel als Zweite, was der 6. Schlussrang für uns bedeutete. Wir waren überglücklich, doch noch ein gutes Ergebnis erreicht zu haben, da wir am Vortag beide im ersten Heat ausgeschieden waren.

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Bereit für die Qualifikation!

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Teamevent: Alex und Steffi 6. Rang!

Ich blicke nun auf spannende und vor allem lernreiche Tage an der Junioren WM zurück. Ich konnte so einiges erleben und hatte viel Spass, sei es mit dem tollen Team, das uns unterstützte, oder beim Snowboardcross-fahren. 🙂 Ein riesiges Dankeschön an das ganze Team, das uns tatkräftig unterstützt hat!!!

Am Freitagmorgen traten wir dann die Heimreise an, welche uns wieder durchs warme Tessin führte. Ich verbrachte einen Tag zu Hause, bevor ich dann am Samstagmorgen und die Lenk reiste, um noch das letzte Rennen, die Schweizermeisterschaft, zu fahren. Ich war motiviert am letzten Rennen nochmals Vollgas zu geben und wollte mein dritter Platz vom Vorjahr verteidigen. Mir war jedoch bewusst, dass dies nicht einfach war.

Am Samstag stand ein stündiges Training auf dem Programm, jedoch erst am Nachmittag nach dem Skicross-Rennen, welches auch noch stattfand. Die Verhältnisse waren schwierig zum trainieren, da der Schnee weich war und man kaum auf die Kanten stehen konnte, ohne sich einzugraben. Am Sonntag waren die Verhältnisse dann um einiges besser und der Cross war nochmals neu geshapt worden. Nach dem Training wurde direkt mit Heats gestartet und keine Qualifikationsläufe gefahren. Bis zum Halbfinale überstand ich alle Heats problemlos. Im Halbfinale lag ich in der ersten Banke (Kurve) gleichauf mit zwei Gegnerinnen, musste jedoch die Aussenlinie fahren durch den weichen Schnee, welcher mich bremste und an die letzte Stelle zurückwarf. Unten konnte ich nochmals überholen und zur zweiten Fahrerin aufschliessen, es reichte jedoch nicht mehr sie zu überholen. So stand ich wieder einmal mehr im kleinen Finale. Für mich gab es nur eines, ich wollte den Lauf gewinnen. Dies gelang mir glücklicherweise auch und ich konnte einen Start-Ziel-Sieg erreichen. Ich war zufrieden mit dem 5. Schlussrang an der Schweizermeisterschaft meine Saison beenden zu können.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin mit meiner Saison. Ich war über die ganze Saison im Europacup und den FIS Rennen konstant in den Top 10 klassiert (mit ein paar Ausnahmen). So konnte ich den guten 5. Rang im Gesamtranking des Europacups erreichen und mein Saisonziel erfüllen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinen Sponsoren, Amedis-UE, Dakine, Salomon, Diamond Boardshop Adelboden, Ridenow  und den Stiftungen Fritz-Gerber, Fritz-Bösch und der Roger Federer Foundation ganz herzlich bedanken für die wertvolle Unterstützung und hoffe auf eine weitere Zusammenarbeit. Ein riesiges Dankeschön geht auch an meine Familie, die mich bei allem unterstützt. Ohne euch wäre es nicht möglich! Der letzte Dank geht noch an meine zwei Trainer Simon und Gigi, an mein Physio Alex und an Gared Morgan, die mich ebenfalls super unterstützen!

Vielen Dank!!!

Steffi 🙂

5. Rang im Europacup-Gesamtranking :)

Stefanie Rieder Qualilauf

 

Photos by Matthias Käser

Bei sommerlich warmen Temperaturen reisten wir vor knapp zwei Wochen nach Frankreich. Bei einem Halt auf der Raststätte gönnten wir uns das erste Glacé dieses „Sommers“. 🙂 Auch in Frankreich waren die Temperaturen im zweistelligen Bereich und das Wetter war die ganzen drei Tage super. Dies merkte man auch an meinem Sonnenbrand, den ich eingefangen hatte. Nun zum Rennen…am Sonntag gelang mir einen super Qualifikationslauf, der mich auf den 3. Zwischenrang brachte. Eine super Ausgangslage für die Heats, die ich natürlich ausnutzen wollte. Nach einem Fehler auf der Startgerade lag ich im Achtelfinale an dritter Stelle und mir war bewusst, jetzt muss ich Vollgas geben, um weiterzukommen. So riskierte ich etwas in der ersten Kurve, um aufzuholen. Dies gelang und ich konnte die beiden Gegnerinnen überholen und erreichte das Ziel als Erste. Das Viertelfinale überstand ich problemlos, jedoch im Halbfinale lag ich nach einer Rangelei mit einer Gegnerin wieder an dritter Stelle und wollte aufholen. Diesmal gings jedoch nicht auf und ich stürzte beim Sprung. Im kleinen Finale gelang mir einen beinahe fehlerlosen Lauf und ich beendete das Rennen auf dem 5. Schlussrang. Ich war zufrieden, wollte jedoch am nächsten Tag endlich den Einzug ins grosse Finale schaffen. Am Montag erreichte ich erneut die drittbeste Qualifikationszeit und konnte somit den Startplatz immer als Erste auswählen. Ohne grosse Probleme überstand ich alle Heats und stand endlich im grossen Finale der besten vier Frauen. Alles was vorher noch gut funktioniert hatte, ging leider schief im Finale. Ich erwischte einen schlechten Start, hatte eine Rangelei mit einer Gegnerin beim Wutang und lag somit an vierter Stelle. Alle Mühe, irgendwie aufzuholen und vor allem überholen brachte nichts. So belegte ich den 4. Schlussrang. Mit diesem 4. und 5. Rang gelang mir der Sprung im Europacup-Ranking vom 10. auf den 4. Zwischenrang. 🙂 Dies stimmte mich zuversichtlich fürs darauf folgende EC Finale in der Lenk. In der Lenk hatten wir wieder einmal Wetterpech. Am Freitag konnten wir noch bei sonnigem Wetter trainieren. Jedoch aufs Wochenende stellte das Wetter auf bewölkt, Schnee/Regen und Wind um. So musste das Rennen vom Samstag nach der Qualifikation und den ersten paar Heats abgebrochen werden. Die Quali beendete ich auf dem 10. Zwischenrang. Am Sonntag wurden dann die Heats ausgefahren, welche am Vortag abgebrochen werden mussten. Nach einem schlechten Start lag ich im Halbfinale deutlich zurück, konnte jedoch bis zum Ziel aufholen, so dass es nochmals richtig knapp wurde. Es reichte leider nicht ganz und so stand ich wieder einmal im kleinen Finale. Mit dem schlechtesten Startplatz ganz rechts aussen, war es schwierig gut wegzukommen beim Start. Und genau dies stellte sich als Problem heraus…ich hatte keine Chance und erreichte das Ziel als Vierte. Somit belegte ich beim letzten EC Rennen den 8. Schlussrang. steffi heat achtelfinale Im Europacup-Gesamtranking erreichte ich den guten 5. Schlussrang und somit habe ich mein Saisonziel (EC-Gesamtwertung Top 5) erreicht! 🙂 Nun reise ich am Sonntag nach Italien (Valmalenco) an die Junioren Weltmeisterschaft. Am Montag findet ein offizielles Training auf dem Cross statt. Am Dienstag fahren wir die Qualifikation und am Mittwoch die Heats. Neu wird auch ein Teamevent ausgetragen, bei dem jeweils zwei Fahrer oder Fahrerinnen derselben Nation nacheinander fahren. Ich freue mich riesig auf die Junioren WM und werde mein Bestes geben…

steffi ec lenkStefanie Rieder Qualilauf

Ich habe die erfreuliche Nachricht erhalten, dass ich für nächste Saison ins Dakine Team aufgenommen werde! 🙂 Es freut mich riesig einen neuen Sponsor zu haben, der mich unterstützt! Vielen Dank!! 😀 Bis bald… Steffi 🙂

Weltcup in Veysonnaz (SUI) & Selektion für Junioren-WM 2014

Schon wieder sind drei Wochen vorüber seit dem letzten Rennen in Kühtai, von dem ich berichtet habe. Diese drei Wochen habe ich genutzt, um nochmals einen intensiven Trainingsblock im Kraftraum zu absolvieren. Nach meiner längeren Pause wegen der Hirnerschütterung fühlte ich mich nicht mehr so fit wie anfangs Saison. Deshalb trainierte ich viermal die Woche im Kraftraum und verzichtete dafür auf die Junioren Rennen in Davos und Grasgehren. Denn für mich haben diese Saison die Europacup Rennen klar erste Priorität. Zudem bekam ich die Möglichkeit am Heimweltcup in Veysonnaz zu starten, was mich riesig freute. Ich hatte also genau drei Wochen bis zum Weltcup, um wieder topfit zu sein. Dies gelang mir gut und ich fühlte mich wieder so fit wie zu Beginn der Saison. Neben dem Krafttraining trainierte ich auch fleissig auf dem Schnee und ging vor allem Kicker springen, um ready zu sein für den Weltcup.

veysonnaz startStartgerade am Weltcup in Veysonnaz (SUI)

So reiste ich letzten Samstag topmotiviert und vorbereitet nach Veysonnaz, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln für die Zukunft. Das Resultat war für mich zweitrangig. Ich wollte vor allem bei jedem Lauf mein Bestes geben, mich von Lauf zu Lauf steigern und am Ende des Laufes sagen können „ja ich habe mein Bestes gegeben und bin nicht nur einfach runtergefahren.“ Der Cross in Veysonnaz ist ein ziemlich schneller Kurs, bei dem es am Start steil heruntergeht und auch ein langes Gleitstück beinhaltet. Daher war es ziemlich wichtig, dass man das Board flachlegen kann, was nicht immer einfach ist bei solch hoher Geschwindigkeit. Für uns Europacup-Fahrer war dies vor allem die Schwierigkeit, mit dieser schnellen Geschwindigkeit umgehen zu können. Denn jeder kleine Kantenwechsel, der nicht nötig wäre, kostet unheimlich viel Zeit.

Am Sonntag stand uns ein Trainingstag bevor. Ich konnte mich von Anfang an gut an den schnellen Kurs gewöhnen und kam super zurecht. Es machte mir riesig Spass einen solchen Kurs zu fahren, nachdem wir im Europacup leider meistens sehr einfache Kurse antrafen. So absolvierte ich einige gute Trainingsläufe und freute mich auf die Qualifikation am nächsten Tag.

Auch mit den Trainingsläufen vor der Quali war ich zufrieden, doch in der Qualifikation wollte es einfach nicht klappen. Die zwei Qualiläufe waren wohl die zwei schlechtesten der ganzen drei Renntagen. Es schlichen sich plötzlich Fehler ein, welche ich vorher nie gemacht hatte. Ich dachte wohl: „jetzt in der Qualifikation muss ich nochmals richtig Pushen“, doch genau dies führte zu diesen Fehlern und machte mich langsam.

Am Dienstag fanden die Finals statt und wir vom Challanger-Team konnten als Vorfahrer starten, da wir am Vortag ausgeschieden waren. Dies war nochmals ein super Training für mich, denn es gelangen mir zwei super Heats, bei denen ich Vollgas geben konnte. Zudem machte es einfach riesigen Spass zu sechst einen so coolen Cross hinunter zu fahren 😀

veysonnazForrunner 6er-Heat am Weltcup in Veysonnaz (Ich, vorne mit roten Hosen)

Mit diesem super Gefühl reise ich nun am Freitag nach Frankreich, um in Puy St. Vincent den zweitletzten Europacup dieser Saison zu bestreiten.

Der Weltcup in Veysonnaz war für mich eine super Erfahrung und ich werde so einiges mitnehmen für die Zukunft. Meine Motivation, auch im Weltcup fahren zu können, hat sich nun nochmals deutlich verstärkt! 🙂

Gestern bekam ich die erfreuliche Nachricht, dass ich im April an der Junioren Weltmeisterschaft in Valmalenco (ITA) teilnehmen kann. 🙂 Dies freut mich riesig, denn vor zwei Jahren konnte ich nicht teilnehmen, weil ich verletzt war und letzte Saison wurde ich knapp nicht selektioniert. Nun hat es endlich geklappt! 😀

Von Colere (ITA) über Leysin (SUI) bis nach Kühtai (AUT)

Einige Zeit ist es her, seit ich das letzte Mal von meinen Ereignissen berichtet habe. Dies vor allem, weil leider wieder nichts nach Plan verlaufen ist. Am Mittwoch vor zwei Wochen reisten wir nach Colere (Italien) um zwei Europacups zu bestreiten. Donnerstags trainierten wir auf dem Kurs bei sehr schlechtem Wetter. Am Freitagmorgen wurde das Rennen vom Freitag wegen ZUVIEL Schnee abgesagt und am Nachmittag wurde dann entschieden, dass das ganze Rennwochenende abgesagt werden musste. So reisten wir bereits am Freitagnachmittag nach Hause, ohne ein Rennen gefahren zu sein.

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Dienstagnachmittag: Schneetraining in Saanenmöser! Powdern und Kickerspringen 🙂
Nach zwei freien Tagen zu Hause reiste ich am Montag bereits wieder nach Leysin, um dort zwei Tage zu trainieren. Das Pro-Team von Swiss Snowboard trainierte dort eine Woche lang, um sich auf die Olympischen Spiele in Sotchi vorzubereiten und wir vom Challenger- Team durften diese Gelegenheit nutzen, um auf einer super Startgeraden zu trainieren. Nach zwei guten Trainingstagen reisten wir am Donnerstagmorgen weiter nach Isola, um dort den Europacup zu bestreiten, der von Peyragudes nach Isola verschoben wurde. Mit Isola hatte ich nach dem letzten Rennwochenende definitiv noch eine Rechnung offen und ich war überzeugt, dass es diesmal besser klappt 🙂 Am Freitag stand ein Trainingstag auf dem Programm. Das Training startete jedoch erst am Nachmittag, weil es über Nacht und am Vortag viel Neuschnee gegeben hat, den man zuerst noch aus dem Kurs schaufeln musste. Das Training wurde jedoch leider frühzeitig beendet, weil es starken Nebel hatte und man nichts sah. So war es zu gefährlich zu trainieren. Ich konnte leider nur einen Lauf machen, der Kurs war jedoch fast gleich wie am FIS Rennen drei Wochen zuvor. Am Samstag war die Sicht nicht wirklich besser und zusätzlich windete es noch sehr stark! So wurde das Rennen nach dem Training abgesagt. Schon wieder! Dieses Jahr haben wir Boardercrosser das Glück wirklich nicht auf unserer Seite 😦 Zum Glück war das Wetter am Sonntag besser und wir konnten endlich ein Rennen zu Ende fahren. Nach einem guten Trainingslauf gelang mir ein solider Qualilauf. Ich befand mich nach  der Qualifikation auf dem 9. Zwischenrang wieder. Mit dieser Leistung war ich zufrieden, da es ein sehr starkes Starterfeld mit einigen Weltcupfahrerinnen war. Im Viertelfinale erwischte ich einen guten Start und lag an zweiter Stelle hinter der Erstplatzierten der Quali. Die Dritte konnte jedoch bis zur Zielgeraden aufholen und mir im Windschatten fahren. Bei der Ziellinie (die jedoch gar nicht wirklich bestand) wurde es ziiieemlich eng. Von mir aus gesehen war ich ganz knapp vorne, dies sahen die Organisatoren jedoch leider anders und ein Fotofinish gab es leider nicht, da sie keine Kamera installiert hatten. Verärgert nahm ich diesen Entscheid zur Kenntnis. Ich erreichte den enttäuschenden 11. Schlussrang. Mit meiner Leistung war ich jedoch zufrieden, nur stimmt dies leider nicht wirklich mit dem Resultat überein.
Letzten Freitag führte meine Reise nach Österreich, genauer gesagt nach Kühtai, um zwei FIS Rennen zu bestreiten. Da zur Zeit jedoch keine Weltcups und Europacups stattfinden, war das Starterfeld mit einigen Weltcupfahrerinnen sehr stark. Der Kurs war eher einfach und bestand aus vielen Steilwandkurven. Ich kam von Beginn an gut zurecht und konnte einen guten Qualifikationslauf machen, der sogar der drittschnellste der Frauen war. Dies stimmte mich zuversichtlich für die Heats und ich wollte Vollgas geben. Der erste Heat (Achtelfinale) überstand ich problemlos als Erste, doch bereits im Viertelfinale erwischte ich einen starken Heat mit einer Weltcupfahrerin und meiner Teamkollegin. Ich konnte mich an zweite Stelle setzten und diese Position auch bis ins Ziel behalten. Im Halbfinale erwischte ich einen schlechten Start und wurde abgedrängt. Ich lag an vierter Stelle, konnte aber bis zur letzten Kurve zu den anderen aufschliessen. In der letzten Banke stürzte die Fahrerin vor mir und ich konnte nicht mehr ausweichen und stürzte leider auch. Im kleinen Finale wollte ich nur eines, und zwar gewinnen! Nach einer kleinen Rangelei auf der Startgerade konnte ich mich an die Spitze setzten und diese auch bis ins Ziel behalten. So erreichte ich den guten 5. Schlussrang! Mit dieser Leistung war ich sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass 3 Weltcupfahrerinnen am Start waren.
Am Sonntag gelang mir der Qualilauf nicht so gut wie am Vortag und ich lag auf dem 10. Zwischenrang. Im Viertelfinale lag ich an zweiter Stelle mit Vorsprung auf die Dritte, doch leider erwischte ich einen dummen Schlag in einer Kurve, welcher mich zu Boden warf. So war dieses Rennen schnell vorbei und ich beendete es auf dem enttäuschenden 14. Rang! Schade, dass ich diese Chance nicht nutzen konnte, doch die nächsten Chancen kommen bestimmt 🙂 NEVER GIVE UP!
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FIS Rennen Kühtai (AUT) (Photo by Christine Bilecki)
Nun wie geht es weiter? Diese Frage kann ich zurzeit leider nicht wirklich beantworten. Denn leider sind auch die Europacups in Polen und Colere (Italien) abgesagt. Ich weiss nun nicht genau, welches das nächste Rennen ist, an dem ich starten werde. Mal schauen…Ich werde aber sicher über Neuigkeiten berichten 🙂
IMG_6690Lenk Betelberg 🙂 Trainingsende kurz vor Sonnenuntergang 🙂

Zwei Podestplätze im Pitztal und mehrere Stürze in Isola (FRA)

Frau Holle meint es zurzeit leider nicht wirklich gut mit uns Schneesportlern und der Schnee fehlt in vielen Skigebieten. Deshalb werden viele Boardercross-Rennen abgesagt oder verschoben. Da der geplante Europacup von Puy St. Vincent vom 10.-12. Januar auf den März verschoben wurde, haben wir uns entschieden, am 4. Januar kurzfristig ins Pitztal zu reisen und dort am Junioren FIS Rennen teilzunehmen. Für mich war dieses Rennen eher ein Training auf einem guten Kurs, trotzdem wollte ich mein Bestes geben und ein gutes Resultat erzielen. Am Sonntag war das Wetter leider nicht optimal. Es schneite den ganzen Tag und die Sicht war auch ziemlich schlecht. Trotzdem konnte ich ein gutes Rennen fahren und jeden Lauf bis zum grossen Finale gewinnen. Im Finale wollte ich  nun voll angreifen und endlich meinen ersten Sieg an einem FIS Rennen erzielen. Nach einem guten Start machte ich einen kleinen Kantenfehler auf der Startgerade. Nach der ersten Banke lag ich an vierter Stelle, konnte jedoch mehr Speed auf die Fläche mitnehmen und wieder zu den Gegnerinnen aufschliessen. Ich kämpfte um den zweiten Platz, konnte die Gegnerin jedoch nicht überholen und wurde Dritte!

Am Montag konnte ich wieder gute Heats fahren und mich fürs grosse Finale qualifizieren. Ich erwischte einen super Start und lag mit einer Gegnerin gleichauf an erster Stelle. Wir hatten einen Kampf bis zum Ziel um den ersten Platz, den ich leider wieder verlor. Ich erreichte das Ziel als Zweitplatzierte!

Ich bin zufrieden mit dem 2. und 3. Schlussrang! Der Sieg wäre jedoch locker möglich gewesen und deshalb werde ich weiter hart an mir arbeiten, damit ich in dieser Saison doch noch ein Rennen gewinnen kann! 🙂

2. Platz am FIS Rennen im Pitztal

Foto vom Montag (Ich, links, 2. Platz)

Leider wurde auch der Weltcup in Veysonnaz, an dem ich hätte teilnehmen können, auf den März verschoben. Deshalb reiste ich letzten Freitag (10. Januar) kurzfristig nach Isola (FRA). Wir flogen am Freitagmittag von Genf nach Nizza. In Nizza wurden wir von unserem Trainer mit dem Teambus abgeholt. Denn er ist mit dem Gepäck von uns mit dem Teambus nach Nizza gefahren. Nach einer guten Stunde Autofahrt durch kleine kurvigen Strassen erreichten wir Isola. Wir wohnten in einem riesigen Penthouse Appartement, was nicht zu vergleichen war mit den sonstigen Wohnungen in Frankreich. Nach einem Flug über Berge und Meer, Palmen am Flughafen von Nizza, einer speziellen Strasse nach Isola und einem riesigen Appertement fühlten wir uns wie in den Ferien und vergassen fast für was wir eigentlich nach Isola gekommen sind, nämlich um Rennen zu fahren!

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Flug von Genf nach Nizza 🙂 über Berge und Meer 🙂

Am nächsten Morgen erwartete uns ein guter Kurs mit vielen Elementen. Ich freute mich auf den Kurs, war jedoch noch etwas skeptisch wegen der ersten Banke, welche viele Schläge hatte. Nach den drei Trainingsläufen und zwei Stürzen in der ersten Banke stellte sich heraus, dass diese Banke wohl wirklich die Schlüsselstelle war. Ich entschied mich im Qualilauf einen kleinen Speedcheck vor der Kurve zu machen, um sicher durchzukommen und die Heats zu erreichen. Dies zahlte sich aus und ich überstand nach einem soliden Qualilauf die Qualifikation als Viertplatzierte. Also eine super Ausgangslage, um in den Finals voll angreifen zu können. Das Viertelfinale konnte ich mit grossem Abstand gewinnen, jedoch im Halbfinale war schon aus! Ich hatte einen super Start und lag direkt in Führung, machte jedoch wieder einen kleinen Speedcheck vor der ersten Banke, so konnte mich eine Gegnerin aufholen. Ich hatte in der Banke nicht viel Platz und fuhr beinahe ins Netz. Dies führte dazu, dass ich den darauffolgenden Roller verpasste und auf den Kopf stürzte. Wegen Kopfschmerzen entschied ich mich das kleine Finale nicht mehr zu fahren und mich auf den nächsten Tag vorzubereiten. Somit erreichte ich den enttäuschenden 8. Schlussrang!

Am Sonntag geschah genau das, was nicht hätte passieren dürfen. Ich stürzte im Trainingsheat schwer, wieder auf den Kopf! Meine Teamkollegin stürzte vor mir (wieder in der bekannten ersten Banke) und ich versuchte irgendwie ausweichen zu können, damit ich nicht voll in sie hinein fuhr. So blieb mir nur noch der Ausweg links von ihr vorbei. Da dies jedoch nicht genau die Richtung war, wie man durch den Cross fahren sollte, flog ich links vom grossen Roller und landete links neben dem Roller im Flachen, Kopfsvoran! Dies war eine harte Landung, ein grosser Schock, von dem ich mich zuerst einmal erholen musste. Ich fuhr die Qualifikation trotzdem mit, war jedoch nach diesem Schockerlebnis nicht ganz bei der Sache und qualifizierte mich deshalb nur als Neunte für die Finals. Über die Mittagspause konnte ich mich dann etwas sammeln und auf die Heats vorbereiten. Das Viertelfinale überstand ich gut und im Halbfinale gelang mir ein super Start und ich lag in Führung. Eine Gegnerin konnte mich jedoch noch überholen und in der dritten Kurve stand ich leider zu hart auf die Kante und grub mich im weichen Schnee ein, so dass ich eine Pirouette machte. „Aus“ war der Traum vom grossen Finale! Im kleinen Finale lag ich nach dem Start wieder in Führung stürzte jedoch wieder in der ersten Kurve und bremste auf dem Gesicht. Daraus resultierte ein 7. Schlussrang und Schürfungen im Gesicht!

Es war definitiv nich mein Wochenende. Mit der Enttäuschung, dass es schon wieder nicht gereicht hat, Kopfschmerzen und Schürfungen im Gesicht reiste ich nach Hause. Nach diesem Turbulenten Wochenende musste ich mich zuerst einmal Erholen und auch noch einiges für die Schule tun. (Deshalb auch erst jetzt die Veröffentlichung des Berichts! 😉 )

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Fotos mit Teamkollegen 🙂

Nun habe ich mal ein freies Wochenende und nächste Woche geht es dann weiter mit strengen Trainings. Am darauffolgenden Wochenende haben wir ein Schneetraining, da leider auch der Europacup von Grasgehren wegen Schneemangel abgesagt wurde.

Ich werde mich also bald wieder melden, hoffentlich mit guten Resultaten 😉

Bis bald

Steffi

Kleiner Bericht von mir in der Jungfrau Zeitung

SNOWBOARD6. JANUAR 2014

Auf und ab in der ersten Saisonhälfte

Die Snowboardcrosserin Stefanie Rieder aus Matten kämpft diese Saison im Europacup um Punkte. Die ersten Rennen liefen noch nicht immer wunschgemäss.
Stefanie Rieders nächstes Ziel ist der Heim-Weltcup in Veysonnaz.

Stefanie Rieders nächstes Ziel ist der Heim-Weltcup in Veysonnaz.Foto: Eingesandt

Nach vielen Trainingstagen auf dem Gletscher von Saas Fee und einem dreitägigen Schneetraining im Stubaital in Österreich ging Ende November endlich die Rennsaison los. Der Herbst war lang und die Mattner Snowboardcrosserin hat viel trainiert. Sie sei froh gewesen, endlich Rennen fahren zu können und sich mit den Konkurrentinnen zu vergleichen.

FIS-Rennen zum Start

In dieser Saison bestreitet Stefanie Rieder vor allem Europacuprennen und will um die Gesamtwertung fahren. Ziel ist ein Platz unter den besten fünf im Gesamtklassement. Um jedoch wieder in den Rennmodus zu finden, begann Rieder die neue Saison mit einem FIS-Rennen in Breuil Cervinia. Der Cross war eher einfach mit vielen Kurven und relativ flachem Gelände. Am Samstag kämpfte sie sich mit guten Läufen bis ins grosse Finale und erreichte den vierte Schlussrang. Mit diesem Ergebnis war die Mattnerin zufrieden für das erste Rennen, wollte einen Tag später aber nochmals voll angreifen. Leider geschieht oft nicht alles so, wie man es sich erwünscht. Denn am Sonntag windete es stark, und es kamen ab und zu starke Windböen auf. Genau so eine Windböe erwischte Rieder in der Qualifikation kurz vor der Fläche und brachte sie fast zum Stillstand. Daraus resultierte eine sehr schlechte Qualifikationszeit, was den 18. Rang bedeutete und somit erreichte sie den Finaleinzug unter die besten 16 Frauen nicht.

 13. Rang im ersten Europacup

Zwei Wochen später fand der erste Europacup in Montafon statt. Eine Woche zuvor fand am selben Ort bereits ein Weltcup statt. Der Cross war also wesentlich anspruchsvoller als der in Cervinia. Ein schneller Kurs mit grossen Sprüngen. Zum ersten Mal wurde zu sechst statt zu viert gestartet. Am Samstag gelang Rieder ein guter Lauf im Achtelfinale und sie erreichte das Viertelfinale. Dort stürzte Rieder allerdings beim ersten Sprung und schied aus. Zum Abschluss gewann sie dafür den sogenannten «Loser-Heat» gegen die anderen Ausgeschiedenen. Das brachte Rieder den 13. Schlussrang ein.

Am Sonntag gab sie nochmals Vollgas und erreichte mit guten Läufen das grosse Finale der besten sechs Frauen. Der Finallauf lief aber nicht wie erwünscht, und Rieder erreichte das Ziel als Fünfte.

Von Konkurrentin abgeschossen

Bereits ein Wochenende später fand der nächste Europacup in Cortina d’Ampezzo statt. Wieder ein italienischer Kurs mit vielen Kurven und wenig anderen Elementen. Am Samstag gelang ihr ein guter erster Lau,f und die 20-Jährige lag vom Start an in Führung. Eine Gegnerin wollte jedoch überholen und knallte voll in Rieder hinein. Das kostete viel Speed und Rieder wurde Dritte. Am Ende resultierte der neunte Rang.

Einen Tag später setzte sie sich im Viertelfinal durch, allerdings war eine Runde später nach einem taktischen Fehler Schluss. Zu allem Übel stürzte Rieder noch im kleinen Finale und wurde am Ende Achte. Das nächste grosse Ziel von Rieder ist der Heim-Weltcup in Veysonnaz.

Pressedienst/Redaktion

Jungfrau Zeitung